Kameruns Fußball-Nationalteam hat am Montag ohne Startormann Andre Onana ein 3:3-Remis im zweiten Gruppe-G-Spiel bei der WM in Katar gegen Serbien eingefahren. Der Schlussmann von Inter Mailand war von Teamchef Rigobert Song in Al Wakrah aus disziplinären Gründen nicht aufgeboten worden. „Ich weiß, was ich zu tun habe: Sicherzustellen, dass das Team über jedem Einzelnen steht“, betonte Song, der diesmal Devis Epassy das Vertrauen geschenkt hatte.
Onana habe in dieser Hinsicht „ausscheren“ wollen. „Aber er hat meine Entscheidung respektiert. Es ist wichtig, dass wir alle hier Teamgeist, Disziplin und Respekt zeigen“, sagte Song. Es gilt als höchst fraglich, ob der eigentlich gesetzte Stammkeeper gegen Brasilien am Freitag (20 Uhr) in die Startelf zurückkehrt. „Ich schütze lieber die Gruppe als das Individuum“, sagte der 46-jährige Trainer. Die Torwart-Position sei wichtig. „Aber wir sind mitten in einem wichtigen Turnier.“ Onana müsse da ganz einfach genauso die Regeln respektieren. "Wenn er das tut, kann er vielleicht in den Kader zurückkehren.
Eine Frage von Stil
Hintergrund der Entscheidung sollen anhaltende Diskussionen mit Song sein. Dieser hätte laut dem italienischen Fußball-Journalisten Fabrizio Romano einen „traditionelleren" Torhüter-Stil gefordert. Onana ist dafür bekannt, das Spiel von sehr weit außerhalb seines Gehäuses mitzugestalten. Das wollte der 26-Jährige offenbar weiterhin tun.
Zudem soll es zwischen Onana und Song bereits im Vorfeld Diskussionen über die Ausrichtung des kamerunischen Teams und die Involvierung von Ex-Stürmerstar Samuel Eto‘o in den Trainerstab gegeben haben. Eto‘o habe laut Medienberichten zwischen Teamchef und Torhüter zu vermitteln versucht - offenbar ohne Erfolg.








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