Nach zwei Jahren Pause wurde der Alpabtrieb in Dornbirn mit einem großen Fest begangen. Rund 2500 Tiere zogen am Wochenende ins Tal.
Nach einem guten Sommer in den Bergen sind dieser Tage Vieh und Älpler der Alpen Unterfluh-Altenhof, Gunzmoos-Obermörzel sowie Kobel-Obersehren ins Tal gezogen. Insgesamt verbrachten heuer mehr als 2500 Tiere, darunter Rinder, Milchkühe und Pferde, den Sommer auf den rund 40 Dornbirner Alpen.
Die heimischen Landwirte nutzen so die Futtervorräte auf den Bergwiesen, das Vieh hält die Alpflächen frei, ansonsten wäre ein Großteil der Berggebiete bis auf circa 1500 Meter bewaldet.
Durch die traditionelle Alpwirtschaft ist über die Jahrhunderte die für Vorarlberg typische Kulturlandschaft entstanden. In dieser gedeihen Pflanzen, die ansonsten nur an Sonderstandorten wie Felsköpfen oder flachgründigen Humusauflagen vorkommen. Gräser und Kräuter der jeweiligen Höhenlagen wirken sich auch auf die Milch der Kühe und in weiterer Folge den Geschmack des daraus hergestellten Käses aus.
Einer der Höhepunkte im bäuerlichen Jahreskreis
Der Alpabtrieb im September wird meist mit einem Fest verbunden und ist nach wie vor einer der Höhepunkte im bäuerlichen Jahreskreis. So wurden in Dornbirn Vieh und Älpler, die über die Ebniter- und die Gütlestraße zogen, im Bereich des Waldbad Enz von zahlreichen Zuschauern empfangen. Die Hatler Musig gestaltete das musikalische Rahmenprogramm, auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Die anschließende Viehverteilung erfolgte am Parkplatz des Waldbades, wo die Landwirte bereits warteten, um ihre Tiere in Empfang zu nehmen.
Die Wintermonate werden die Kühe auf ihren angestammten Höfen verbringen. Der letzte Alpabtrieb (Alpe Göster) in der Messestadt ist für dieses Jahr für den 1. Oktober ab etwa 12 Uhr angesetzt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.