Nach zwei „Eigentoren“

Burgstaller-Tor in letzter Sekunde macht Rapid Mut

Rapid muss nach einer Hinspiel-Niederlage bei Neftci Baku um den Einzug ins Play-off der Conference-League-Qualifikation zittern. Der Bundesliga-Leader unterlag am Donnerstagabend in der dritten Quali-Runde beim aserbaidschanischen Vizemeister verdient mit 1:2 (0:1) und verpasste damit die angepeilte gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Donnerstag (20.30 Uhr) in Wien.

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Der holprige Rasen sei „Landesliga“ (O-Ton Feldhofer), brütende Hitze - viele ahnten, dass es für Rapid in Baku ungemütlich werden könnte. Nach zwei Minuten war es allen klar: Donyoh kam aus zehn Metern frei zum Schuss, hämmerte auf Goalie Hedl. Der Start war wild, Rapid um mehr Linie bemüht, „öffnete“ Neftci mit Wechselpässen. Aber es blieb bei Halbchancen, abgesehen von einem Bajic-Weitschuss, der an die Latte sprang (16.). Wobei die Attacke von Goalie Brkic an Grüll beim Abpraller nach Elferfoul roch. Und als einmal ein Angriff fertig gespielt wurde, schloss Grüll zu zentral ab (20.). Ruhe konnte Rapid aber nie in den Schlagabtausch bringen.

Rapids Abwehr weit weg von sattelfest
Wenn Neftci umschalten konnte, wurde es - vor allem über Donyoh - gefährlich. Da passte oft die Abstimmung nicht, Rapids Abwehr war weit weg von sattelfest. Und hatte beim 0:1 (44.) Pech: Wimmer fälschte einen Jaber-Weitschuss für Hedl unhaltbar ab.

Einfache Fehler kurbelten aber auch nach Seitenwechsel die Hektik an. Trainer Feldhofer versuchte, mit Kühn und Greil frischen Wind, neue Ideen zu bringen. Das ging sofort nach hinten los. Weil Greil mit Wimmer fahrlässig den Ball an Saief, der Hedl umkurvte, verlor - 0:2 (60.). Das war fast ein Eigentor.

Burgstaller schlägt zu 
Erst jetzt bekam Rapid mehr Spielanteile, prüfte Kühne Goalie Brkic mit einem Schlenzer (80.). Erst in der Nachspielzeit kam Rapid zu Sitzern: Bei Kühns Volley fehlten Zentimeter, Greil scheiterten an Brkic. Ehe Burgstaller mit der letzten Aktion des Spiels Rapid wieder Hoffnung brachte - er traf zum 1:2 (95.) ins lange Eck.

Hier die besten Bilder des Spiels:

Neftci Baku - SK Rapid Wien 2:1 (1:0)
Baku, Bakcell Arena
SR Bel (CRO).

Tore:
1:0 (44.) Jaber
2:0 (60.) Saief
2:1 (95.) Burgstaller

Neftci: Brkic - Mbodj, Kvirkvelia, Stankovic, Salahly - Silvestre, Mahmudov, Jaber - Saief (77. Aliyev), Donyoh, Lawal (77. Hajiyev)

Rapid: N. Hedl - Koscelnik, Sollbauer, K. Wimmer, Auer (46. Schick) - Pejic, Oswald (59. Greil) - Bajic (59. Kühn), Zimmermann (73. Kriwak), Grüll (73. Savic) - Burgstaller

Gelbe Karten: Jaber bzw. Grüll, Pejic, Schick

Rückspiel am 11. August (20.30 Uhr) in Wien. Der Aufsteiger spielt im Play-off gegen den Gewinner aus Konyaspor (TUR) gegen FC Vaduz (LIE).

Rainer Bortenschlager
Rainer Bortenschlager
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Donnerstag, 18. August 2022
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