„Könnte was passieren“

Weitere Abgänge? Ungewisse Zukunft für Bullen-Trio

Trotz neuerlich stark veränderter Mannschaft eröffnet Red Bull Salzburg am Freitag (20:30 Uhr/live sportkrone.at) gegen Austria Wien als unumstrittener Favorit die Bundesliga-Saison. Der Titelverteidiger will eine historische Erfolgsserie prolongieren und peilt seinen zehnten Meistertitel in Serie an. Die Trainer der Konkurrenten gehen in der Trainerumfrage einstimmig davon aus, dass dies der Mannschaft von Trainer Matthias Jaissle auch gelingt. Zudem gelten drei Kicker als „Wackelkandidaten“.

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„Ich finde es als Anerkennung und Lob“, erklärte Jaissle zur Einschätzung seiner Kollegen und erinnerte an vergangenen Sommer, als nach einem ähnlichen Umbruch die Konkurrenz sich näher rücken sah. „Die Erwartungshaltung haben wir uns erarbeitet. Wir gehen mit diesem Druck in die Saison, den haben wir uns selbst aufgebürdet. Wir können gut damit umgehen“, sagte der Meistertrainer, mahnte aber auch postwendend. „Das wird kein Selbstläufer, es wird bis zum Ende ein harter Kampf“.

Dass er mit Karim Adeyemi (Borussia Dortmund), Brenden Aaronson und Rasmus Kristensen (beide Leeds United) drei Leistungsträger nicht mehr zur Verfügung hat, ist in Salzburg mittlerweile jeden Sommer Usus. Das Trio brachte einen Rekorderlös von über 70 Millionen Euro ein, damit könnte es aber noch nicht getan sein, bestätigte Sportdirektor Christoph Freund. Mohamed Camara, Albert Vallci und Antoine Bernede standen bei der Generalprobe am Dienstag gegen Ajax Amsterdam nicht im Kader. Freund schließt nicht aus, dass bei allen drei „noch was passieren könnte“.

Leistungsträger sind futsch
Nicht zuletzt deshalb und aufgrund der intensiven Belastung im Herbst hat sich Salzburg breit aufgestellt. „Der Kader steht zum großen Teil, er ist noch auf der größeren Seite. Alle Positionen sind mindestens doppelt besetzt, der Konkurrenzkampf ist gegeben. Wir sind schon froh, wenn wir von der Tiefe und der Qualität sehr gut aufgestellt sind. Das werden wir sicher brauchen“, sagte Freund.

Denn die Ziele des Klubs, der fix in der Champions-League-Gruppenphase steht, sind wie immer hoch, betonte der Sportdirektor. „In erster Linie wollen wir gut in die Meisterschaft starten, dann arbeiten wir uns step bei step voran. Wenn möglich, wollen wir den zehnten Titel in Serie. Dafür gilt es gut zu starten und gute Spiele abzuliefern“, erklärte Freund.

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Stark aufgerüstet
Dafür hat Salzburg nicht nur Talente aus dem europaweit angesehenen eigenen Nachwuchs hochgezogen und verliehene Spieler zurückgeholt, sondern unter anderem Lucas Gourna-Douath, Kapitän der französischen U19, den brasilianischen Stürmer Fernando (23) oder den serbische Innenverteidiger Strahinja Pavlovic (21) engagiert. „Die Qualität des Kaders ist sehr hoch. Sowohl in der Breite als auch in Spitze ist das ein richtig guter Kader“, freut sich Jaissle.

„Der Umbruch war auch wieder da, einige verdiente Spieler und Führungspersönlichkeiten haben uns verlassen. Wie jeden Sommer ist das eine große Chance für die Jungs, die nachrücken, sich selber zu entwickeln. Sie haben es selbst in der Hand, mir noch mehr die Qual der Wahl zu geben“, befeuerte der Coach den Konkurrenzkampf. Dafür pflege er einen offenen Austausch, die Spieler „wissen, woran sie sind“.

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