Notstand ausgerufen
Portugal kämpft gegen mehr als 200 Waldbrände
Das im Sommer von Waldbränden bisher weitgehend verschonte Portugal wird nun von einer Hitzewelle und zahlreichen Feuern heimgesucht. Mehr als 200 Waldbrände lodern im Norden und im Zentrum des Landes, rund 2800 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Portugals Regierungschef António Costa spricht von einer „beispiellosen meteorologischen Situation“. Wegen des erhöhten Waldbrandrisikos gilt seit Sonntagmitternacht im gesamten Land der dritthöchste Notstand.
Nach verschiedenen Schätzungen wurden im beliebten Urlaubsland in den vergangenen Tagen zwischen 2000 und 2500 Hektar Wald zerstört. Die Waldbrandgefahr wird von einer seit Wochen anhaltenden Dürre, die die Natur ausgetrocknet hat, und einer Hitzewelle mit Temperaturen von teils über 40 Grad begünstigt, die am Samstag begann und mindestens bis Donnerstag andauern wird.
Feuerwehren, Zivilschutz und Polizei im Einsatz
Am schlimmsten war die Lage am Montag in Ourém und Pombal im Zentrum sowie in Ribeira da Pena im Norden des Landes. Dort wüteten die drei derzeit größten Waldbrände, berichtete der staatliche TV-Sender RTP. Insgesamt seien dort rund 1000 Angehörige der Feuerwehr, des Zivilschutzes und der Polizei im Einsatz. Mindestens 29 Menschen - darunter zwölf Feuerwehrleute - wurden verletzt.
Die meisten davon (mehr als 700) in Ourém, wo bereits einige Häuser und Tiere den Flammen zum Opfer fielen. Die EU entsandte zwei in Spanien stationierte Löschflugzeuge, Portugal setzt weitere 60 ein.













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