05.05.2022 13:07 |

„Öffentliches Wohl“

Boris Becker droht nach Haftstrafe Abschiebung

Dem inhaftierten ehemaligen Tennisstar Boris Becker droht nach Verbüßung seiner Haftstrafe die Abschiebung aus dem Vereinigten Königreich, da er nicht britischer Staatsbürger ist.

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Der dreimalige Wimbledon-Champion sitzt derzeit im Gefängnis Wandsworth eine zweieinhalbjährige Haftstrafe wegen Insolvenzverschleppung ab.

Erst nach 15 Monaten hat er Aussicht auf Bewährung. Danach wird er wohl nicht in Großbritannien bleiben können. Britische Medien berichten, dass er dann sofort nach Deutschland abgeschoben wird. 

„Öffentliches Wohl“
Ausländische Staatsangehörige, die eine Haftstrafe von mehr als 12 Monaten verbüßen, würden laut „Daily Mail“ „zum frühestmöglichen Zeitpunkt“ abgeschoben, da dies „dem öffentlichen Wohl“ diene. Becker lebt sei 2012 in London, beantragte aber nie die Staatsbürgerschaft.

Dort lebte er zuerst mit seiner Noch-Ehefrau Lilly Becker zusammen und zuletzt mit seiner Freundin Lilian de Carvalho Monteiro, die ihn zu den Gerichtsverhandlungen begleitet hat.

Lilly Becker erklärte im britischen Fernsehen, sie sei „völlig zusammengebrochen“, als Boris am Freitag zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt wurde, und „konnte nicht glauben“, was sie da hörte, nachdem sie „überzeugt“ war, dass er eine geringere Strafe bekommen würde.

„Ich musste mich zusammenreißen und ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe“, sagte sie.

Immer noch verheiratet
In der TalkTV-Sendung „Piers Morgan Uncensored“ bestätigte sie außerdem, dass sie immer noch mit Boris Becker verheiratet sei, obwohl es hieß, das Paar habe sich im Mai 2018 scheiden lassen.

„Ich bin immer noch seine Frau“, so Lilly Becker. „Ich bin zwar eine entfremdete Ehefrau, aber wir sind immer noch verheiratet und das seit wir uns getrennt haben.“ Sie ist auch die Mutter von Beckers jüngstem Sohn Amadeus. Der Zwölfjährige erfuhr von der Haftstrafe seines Vaters erst am Wochenende nach der Verkündung. 

Sie habe ihm damit das „Herz gebrochen“, berichtete Lilly Becker. Seine Tochter Anna Becker erklärte, sie werde ihren Vater unterstützen und so oft wie möglich im Gefängnis besuchen.

Schwere Zeit im Gefängnis
Das Gefängnis, in dem der Sportler einsitzt, gilt als baufällig und von Ratten befallen. Die Häftlinge sollen unter Drogen- und psychischen Problemen leiden. 

Unter den Insassen, zu denen auch Mörder zählen, soll es viel Gewalt geben. Regisseur Chris Atkins, der von 2016 bis 2017 selbst dort einsaß, rechnet mit einer schweren Zeit für Boris. Laut „Bild“ sagte er: „Wenn er Glück hat, sind die Wärter Tennis-Fans und gehen milde mit ihm um. Sicher kennen sie ihn aus den Nachrichten. Ansonsten nehmen sie dir jede Würde.“

Er wird sich arrangieren“
Ex-Frau Lilly Becker hingegen macht sich um den Ex-Sportler gar keine Sorgen. „Dazu gibt es keinen Anlass. Boris ist ein Kämpfer. Jeder, der ihn kennt, weiß: Wenn er unter Druck gerät, wird er immer stärker. Diese Eigenschaft wird ihm auch jetzt helfen“, erklärte sie gegenüber ‚Bunte‘.

Auch sie zählt darauf, dass Boris‘ Bekanntheit ihm vielleicht helfen kann. „Er ist immer noch ein beliebter Mann. Er wird sich vor Ort arrangieren und auch soziale Kontakte knüpfen. Da bin ich mir ganz sicher.“

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