In einem Hotelzimmer in Oslo soll Marius Borg Høiby eine Frau im Intimbereich berührt und gefilmt haben, während das mutmaßliche Opfer schlief. Die Betroffene wählte vor Gericht eindrückliche Worte: „Er wirkte besessen.“
Das berichtete die Frau laut der norwegischen Zeitung „Verdens Gang“ am Mittwoch im Prozess gegen den ältesten Sohn der norwegischen Kronprinzessin. Das mutmaßliche Opfer war demnach im November 2024 mit Freunden für ein Wochenende in Oslo, um ein Konzert der Band „Aqua“ zu besuchen. Bei einem Bekannten traf sie Høiby.
„Er wirkte wie besessen“
Über Trinkspiele, bei denen sie Kleidungsstücke tauschen sollten, und Gespräche kamen sich die beiden den Angaben zufolge näher. In dem Hotel, in dem die Frau übernachtete, hatten sie später auch einvernehmlichen Sex.
Die Stimmung sei aber plötzlich verändert gewesen, erzählte das mutmaßliche Opfer laut „Verdens Gang“: „Er wirkte, als sei er von meinem Unterleib besessen und würde niemals aufhören.“ Zwischendurch meinte sie, Blitzlichter gesehen zu haben und habe gleich den Verdacht gehabt, dass sie von Høibys Kamera stammten.
27 Videos der Nacht
Aber erst später, als sie von anderen mutmaßlichen Opfern erfahren habe, habe sie Kontakt mit der Polizei aufgenommen, sagte sie laut „Verdens Gang“. Dort stellte sich heraus, dass von der Nacht und dem frühen Morgen 27 Videos existierten. Høiby werden unter anderem vier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht vorgeworfen.
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