„Intensiver Prozess“

Ski Alpin: Personalrochaden im ÖSV schreiten voran

Wintersport
10.03.2022 07:44

Neben der Strukturreform schreiten im ÖSV auch die alle vier Jahre nicht unüblichen Personalrochaden voran. Mit Herbert Mandl (60) hat man bereits einen Routinier in den Skiverband zurückgeholt und als neuen Alpinchef installiert. Der gebürtige Niederösterreicher hat nun die vordringlichste Aufgabe, Personallücken zu schließen. In erster Linie braucht es Ersatz für die beiden scheidenden Rennsportleiter Andreas Puelacher (Männer) und Christian Mitter (Frauen).

Für die Nachfolge von Puelacher interessiert sich u.a. Slalom-Männerchef Marko Pfeifer. Zur Disposition steht auch der zuletzt für den alpinen Spitzensport zuständige Patrick Riml, dessen Job künftig Mandl macht. Am Ende einer vermutlich kugellosen Saison sollen auch die Weichen gestellt werden, um 2025 bei der Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm schlagkräftige Teams zu haben.

„Man weiß aufgrund des Vierjahreszyklus‘, dass es da immer einen intensiven Prozess mit Personalentscheidungen gibt“, erklärte Roswitha Stadlober am Rande des Weltcupslaloms in Flachau die aktuelle Situation. „Zwei wollten von sich aus nicht verlängern. Mandl hat nun den Auftrag, die Schlüsselkräfte eher rasch zu suchen und zu finden. Und dann werden wir entscheiden, wie man in Verhandlungen geht.“

Neo-Präsidentin Stadlober sieht den ÖSV in der Post-Schröcksnadel-Ära prinzipiell gut aufgestellt. Man hat aber auch Bereiche mit Defiziten eruiert. „Die Schnittstellen von Nachwuchs und Europacup in den Weltcup kann man noch besser vorbereiten. Da ist Mandl gefordert, diese Schnittstellen besser zu schließen“, erklärte Stadlober. „Wir werden irgendwann daran gemessen werden, ob wir in zehn Jahren auch noch guten Nachwuchs haben. Das betrifft aber alle Sparten.“

Bei der Personal-Rekrutierung will man sich im ÖSV eher sputen. „Weil wir ja dann noch Verhandlungen zu führen haben. Und wir wollen den Trainern auch Sicherheit geben damit sie wissen, ob sie weiter in ihren Jobs sind oder nicht. Es ist wichtig, so etwas früh genug zu machen“, peilt Stadlober weitere Entscheidungen schon für kommende Woche beim Weltcup-Finale in Courchevel/Meribel an.

Riml möchte man laut Stadlober in der ÖSV-Struktur halten. „Man muss schauen, wo er seine Stärken hat und ob wir mit ihm einig werden. Wir möchten ihn halten. In welcher Form, wird man sehen.“ Der erfahrene Ötztaler Riml war viele Jahre lang Trainer bzw. Alpinchef in Kanada und den USA gewesen und ist 2019 zum ÖSV zurückgekehrt.

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