Die vom Bund festgelegten Tarife für die Schülerfreifahrt decken oft nur noch 50 Prozent der tatsächlichen Kosten. Für Unternehmen und Kommunen eine nicht länger tragbare Situation. „Wir müssen mittlerweile als Bus-Unternehmen fungieren“, ist Passails Ortschefin Eva Karrer fassungslos. „Der Bund wälzt alles an die Kommunen ab. Damit muss Schluss sein.“
So wird in einer gemeinsamen Petition von Gemeinden und Wirtschaftskammer eine finanzielle Absicherung gefordert (alleine in Birkfeld kostet der Schülertransport 90.000 Euro, aber nur 20.000 Euro kommen vom Bund) wie auch eine Überarbeitung der Zumutbarkeitsregeln. Laut denen (aus dem Jahre 1971) muss jedes Kind auf dem Land zwei Kilometer zu Fuß zur Schule gehen, egal, ob es gefährlich ist oder nicht. „Wir haben 200 Kilometer Straßen, haben nicht überall Gehwege und eine Beleuchtung“, ist Kurt Riemer, Bürgermeister von Maria Lankowitz, richtig sauer. „Es geht schließlich um die Sicherheit der Kinder.“ Auch die (laut Gesetz) zumutbare Wartezeit von einer Stunde gehöre dringend abgeschafft.
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