12.01.2022 10:55 |

Verbände warnen:

Wasserversorgung rund um Tesla-Werk in Gefahr

Umwelt- und Naturschutzverbände sehen die Wasserversorgung in der Region um die Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin wegen eines Gerichtsstreits in großer Gefahr. Eine Entscheidung in dem Verfahren um eine Bewilligung zur Trinkwasserförderung des Wasserwerks Eggersdorf, das auch Wasser für Tesla liefern soll, soll dem zuständigen Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) zufolge bald fallen.

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„Die Kammer beabsichtigt, dieses Verfahren zeitnah zu terminieren“, sagte ein Sprecher am Dienstag. Das werde möglicherweise im Februar sein. Das ZDF hatte zuvor in seiner Sendung „Frontal“ über den Wasserstreit in der Region berichtet.

Die Grüne Liga und der Naturschutzbund (Nabu) Brandenburg hatten gegen das Landesamt für Umwelt geklagt. Nach ihrer Ansicht liegen für die Bewilligung der Wasserförderung von 2020 für das Wasserwerk östlich von Berlin die nötigen Prüfungen nicht vor. Zudem sei die Öffentlichkeit trotz einer zwischenzeitlich erhöhten Wassermenge nicht erneut beteiligt worden. Am Dienstag teilten Nabu und Grüne Liga mit, es fehlten wichtige Grundlagen, um abschätzen zu können, ob die Erhöhung der Wasserentnahme nachhaltig sei.

Der Wasserverband Strausberg-Erkner, der Tesla vertraglich beliefern soll, zweifelt eine Garantie der Wasserversorgung an und sieht das laufende Gerichtsverfahren mit Sorge. Sollte die wasserrechtliche Bewilligung vom Verwaltungsgericht aufgehoben werden, sei die ausreichende Lieferung von Trinkwasser an Tesla nicht mehr gewährleistet, sagte Verbandsvorsteher André Bähler dem ZDF-Bericht zufolge.

Abschließende Baugenehmigung ausstehend
Tesla wollte ursprünglich im vergangenen Sommer mit der Produktion in seiner ersten Autofabrik in Europa beginnen. Die Entscheidung über die abschließende Genehmigung durch das Land Brandenburg liegt noch nicht vor, unter anderem weil Tesla den Bauantrag um eine Batteriefabrik ergänzt hatte.

Bisher baut Tesla über vorzeitige Zulassungen. Das Unternehmen hatte den geplanten Wasserverbrauch durch Sparmaßnahmen gesenkt und betont, der Wert pro Fahrzeug liege unter dem Branchendurchschnitt. Ein Teil des Fabrikgeländes befindet sich in einem Trinkwasserschutzgebiet.

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