01.01.2022 08:00 |

Plan für Omikron

Kur-Zentrum könnte Touristen-Quartier werden

Da dürfte manch Reha-Patient bald ziemlich grantig aus der Kur-Wäsche schauen! Landes-Vize Stöckl bestätigte gestern eine „Krone“-Info, wonach das Land Goldeggs Kur-Zentrum im Jänner zur Herberge für kranke Touristen umfunktionieren möchte. Verhandlungen mit der Österreichischen Gesundheitskasse laufen. Auch an anderer Stelle werden Pläne für die Omikron-Welle geschmiedet.

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Jüngst befand sich das Gesundheitszentrum im Pongau in den Weihnachtsferien. Ab heute läuft in dem 150 Plätze umfassenden Gebäude der Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK wieder der Betrieb an: Rund 25 Kur-Gäste reisen in das idyllisch gelegene Reha-Quartier, in den nächsten Tagen sollten es 130 werden.

Doch manch ein Patient könnte bald ziemlich grantig aus der Kur-Wäsche schauen: Das Land Salzburg befindet sich in Verhandlungen mit der ÖGK. Die hat Bereitschaft signalisiert, ihre Einrichtung zu räumen und kranken, auf Corona positiv getesteten ausländischen Touristen als Notfall-Quartier zur Verfügung zu stellen.

„Glauben, dass wir noch mehr Betten brauchen“
Landes-Vize Christian Stöckl bestätigt den Plan im „Krone“-Gespräch. „Wir haben in Tamsweg eine Unterkunft für Touristen, aber wir glauben, dass wir mehr Betten brauchen“, sagt Stöckl. Bereits in den ersten beiden Jänner-Wochen soll das Quartier in Goldegg zur Verfügung stehen. Beim Land rechnet man mit einer Woche Vorbereitungszeit, bis die Betten bereitstehen. Medizinische Betreuung ist dort nicht geplant, symptomlose oder milde Fälle sollen in Goldegg landen.

Wie dringend die Vorbereitungen sind, zeigen aktuellste Zahlen. Gestern zu Mittag gab es in Salzburg bereits 439 Omikron-Fälle. Am Donnerstag waren es noch 283 gewesen. Beim Land rechnet man mit 1000 Omikron-Fällen womöglich im Lauf des Wochenendes.

Aber auch an anderer Stelle geht man auf Nummer sicher, etwa beim Bundesherr: Um die eigene Handlungsfähigkeit zu erhalten, werden alle Vorhaben, die nicht unmittelbar einsatzrelevant sind, im Jänner und Februar abgesagt oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, ließ Brigadier Waldner, Salzburgs Militärkommandant, ausrichten. Da dürften etwa auch diverse Miliz-Übungen betroffen sein.

Die Salzburg AG sieht aktuell keinen Handlungsbedarf. „Wir fahren bei der kritischen Infrastruktur seit März 2020 mit zwei voneinander getrennten Gruppen. Und damit sehr gut“, betonte Konzerin-Sprecherin Strobl.

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