24.12.2021 08:17 |

Berufung eingelegt

Assange zieht gegen Auslieferung vor Höchstgericht

Der in Großbritannien inhaftierte WikiLeaks-Gründer Julian Assange zieht im Streit um seine Auslieferung an die USA vor das Oberste Gericht des Vereinigten Königreiches. Die Anwälte des Australiers hätten Berufung gegen die Entscheidung eines britischen Berufungsgerichtes zur möglichen Auslieferung eingelegt, teilte seine Verlobte Stella Moris am Donnerstag auf Twitter mit. Sie äußerte die Einschätzung, dass eine Entscheidung frühestens in der dritten Jännerwoche fallen könnte.

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Die US-Justiz will Assange wegen Spionagevorwürfen den Prozess machen. Dem gebürtigen Australier drohen dort bei einer Verurteilung bis zu 175 Jahre Haft. Vorgeworfen wird ihm, gemeinsam mit der Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen und veröffentlicht zu haben. Er habe damit das Leben von US-Informanten in Gefahr gebracht. Seine Unterstützer sehen in ihm hingegen einen investigativen Journalisten, der Kriegsverbrechen ans Licht brachte.

Am 10. Dezember hatte ein britisches Berufungsgericht ein zuvor in erster Instanz verhängtes Verbot einer Auslieferung des 50-Jährigen an die USA aufgehoben. Der Fall ging damit an ein Londoner Bezirksgericht zurück, allerdings mit der Anordnung, ihn Innenministerin Priti Patel für eine endgültige Entscheidung innerhalb von 28 Tagen vorzulegen. Gegen diese Entscheidung des Berufungsgerichtes zogen Assanges Anwälte nun vor das Oberste Gericht.

Der Fall sorgt seit Jahren international für Aufsehen. Assanges Unterstützer haben die Vorwürfe und Verfahren immer wieder als politisch motiviert kritisiert. Angehörige beschreiben den Gesundheitszustand des WikiLeaks-Gründers seit Monaten als schlecht und besorgniserregend. Nach Angaben seiner Verlobten hatte Assange Ende Oktober einen leichten Schlaganfall erlitten.

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