08.11.2021 21:00 |

Globales Umweltproblem

Erhöhtes Aufkommen von Plastikmüll in Pandemie

Corona hat weltweit zu einem deutlich erhöhten Aufkommen von Plastikmüll geführt. Einer Schätzung zufolge sind bis August rund 8,4 Millionen Tonnen Plastikmüll in 193 Ländern durch die Pandemie angefallen. Laut dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) werden insgesamt rund 300 Millionen Tonnen Plastikmüll im Jahr erzeugt. Bereits über 25.000 Tonnen des Corona-Mülls seien so bereits in die Weltmeere gelangt. 

Ein Forscherteam um die Wissenschaftler Yiming Peng und Peipei Wu geht davon aus, dass ein Großteil des Corona-Abfalls (rund 87,4 Prozent) in Krankenhäusern entstand, insbesondere in asiatischen Ländern. 7,6 Prozent seien auf Masken und andere Schutzausrüstung für den privaten Gebrauch zurückzuführen, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Forscher hervorging. Verpackungen für den Online-Handel - jede siebte Bestellung wird retourniert - hätten rund 4,7 Prozent des zusätzlichen Abfalls ausgemacht.

Pandemie hat Problem „zusätzlich verstärkt“
„Kunststoffabfälle schaden dem Leben im Meer und sind zu einem großen globalen Umweltproblem geworden.“ Die Corona-Pandemie habe zu einer erhöhten Nachfrage nach Einwegplastik geführt, was den Druck auf „dieses bereits außer Kontrolle geratene Problem noch verstärkt“, schreiben die Forscher der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in den „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften („PNAS“).

25.000 Tonnen Müll in Weltmeere gelangt
Bereits über 25.000 Tonnen des Corona-Mülls seien so bereits in die Weltmeere gelangt. Dies stelle ein lang anhaltendes Problem für die Meeresumwelt dar. Innerhalb von drei bis vier Jahren werde ein großer Anteil dieses Mülls entweder an Strände gespült oder auf den Meeresgrund sinken. Die Forscher forderten einen besseren Umgang mit medizinischen Abfällen, insbesondere in Entwicklungsländern.

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