Mi, 15. August 2018

Drama um Deutsche

04.04.2011 10:41

Stiefvater schießt Boxerin nieder: "Leben ruiniert"

Das Schussattentat auf die deutsche Profiboxerin Rola El-Halabi, Weltmeisterin im Leichtgewicht nach WIBF- und WIBA-Version, schockt die Sportwelt. Die 26-jährige gebürtige Libanesin war am Freitagabend vor einem IBF-Titelkampf in Berlin von ihrem Stiefvater niedergeschossen und schwer verletzt worden.

Der 44-jährige Roy El-Halabi stürmte in die Kabine der Boxerin und feuerte mehrmals auf seine Stieftochter. Die 26-Jährige wurde an der rechten Hand, am linken Knie und an beiden Füßen getroffen. Motiv für die Bluttat dürfte ein Streit im Jänner gewesen sein. Damals hatte Rola ihren Stiefvater als Manager gefeuert, weil er ihren neuen Freund nicht duldete.

Grausame Szenen in der Kabine
"Ich machte mich gerade warm, hatte die Handschuhe schon an", erzählte die 26-Jährige der deutschen "Bild"-Zeitung. "Dann stürmte Papa mit einer Pistole rein, schmiss alle aus dem Raum, schloss uns beide ein. Er schoss mir sofort aus drei Metern Entfernung in die rechte Hand! Es brannte höllisch, ich schrie. Doch er ballerte weiter, als nächstes in den linken Fuß, ich fiel hin, verdrehte mir das Knie."

Zuvor hatte der Angreifer zwei Wachmänner vor der Kabine angeschossen. Die beiden Männer wurden schwer verletzt, sind mittlerweile aber außer Lebensgefahr.

Stiefvater: "Du hast mein Leben ruiniert"
"Du hast mein Leben ruiniert", soll der Angreifer zu seiner Stieftochter gesagt haben, die ihn anflehte: "Papa, beruhig dich. Lass uns reden!" Doch der 44-Jährige kannte keine Gnade. "Während ich mich am Boden krümmte, zielte er auf das Knie, dann auf den anderen Fuß. Jeder Schuss ein Treffer. Aus meinen Schuhen drang immer mehr Blut, mir wurde schwindelig", erzählt Rola. Als Roy El-Halabi von der Polizei abgeführt wurde, sagte er: "Rola, Rola, bitte verzeih mir!"

Die 26-jährige Boxerin wurde bereits fünfmal operiert. Laut den Ärzten wird sie ihre Karriere wegen der schweren Verletzungen wohl beenden müssen.

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