21.10.2021 11:17 |

Schon Anfang 2022

Apple-Zulieferer Foxconn bringt drei Elektroautos

Apple-Zulieferer Foxconn drückt bei der E-Mobilität aufs Tempo. Kurz nach der Ankündigung ehrgeiziger Pläne gibt es nun die ersten Autos zu sehen: Bei einer Präsentation in Taipeh zeigte der vor allem als iPhone-Auftragsfertiger bekannte Konzern eine Limousine, ein SUV und einen Stadtbus. Beginnen soll die Produktion bereits im kommenden Jahr.

Für die Produktion von Elektroautos gründete Foxconn ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem taiwanischen Hersteller Yulon Motor und kaufte erst kürzlich für 230 Millionen Dollar (200 Millionen Euro) vom US-Startup Lordstown Motors ein Autowerk im US-Bundesstaat Ohio. Foxconn hat nach eigenen Angaben allein 2020 rund zehn Milliarden Taiwan-Dollar in die Entwicklung von Elektroautos gesteckt. In den kommenden zwei Jahren würden die Investitionen noch steigen.

Drei Modelle präsentiert
Bei dem Crossover Model C handelt es sich um einen 4,64 Meter langen Fünf- bis Siebensitzer, der mit hohem Vernetzungsgrad, starker Beschleunigungsfähigkeit und einer Reichweite von 700 Kilometern punkten soll. Die Markteinführung in Asien könnte bereits 2023 erfolgen, zum Preis von umgerechnet rund 30.000 Euro.

Zweites Pkw-Modell des Herstellers soll die von Pininfarina gestaltete Oberklasselimousine Model E sein, die mit über 750 PS und einer Reichweite von 750 Kilometern aufwartet. Den Spurt auf Tempo 100 soll das Model E in rund 2,8 Sekunden absolvieren.

Schon im kommenden Jahr starten könnte der Bus Model T, für den Foxconn eine Reichweite von mehr als 400 Kilometern verspricht. Er könne schon Anfang 2022 in der Stadt Kaohsiung im Süden des Landes zum Einsatz kommen, wenn das Verkehrsministerium die Zulassung erteile, sagte Vize-Regierungschef Shen Jong Chin.

Produktion auch in Europa
Foxconn hatte bereits im Sommer angekündigt, 2022 ins E-Auto-Geschäft einsteigen zu wollen. Demnach sollen in Thailand ab dem kommenden Jahr 150.000 bis 200.000 Elektromobile für den südostasiatischen Markt gefertigt werden, in den USA soll ab 2023 ein günstiges Pkw-Modell im Auftrag des Start-ups Fisker gebaut werden.

Der Technologieriese will Elektroautos auch in Europa fertigen. Dabei werde man auch „indirekt“ mit deutschen Autoherstellern kooperieren, sagte Chairman Liu Young Way. Konkreter wurde Liu mit Verweis auf seine Verschwiegenheitspflichten nicht. Ziel des früher unter dem Namen Hon Hai Precision agierenden Unternehmens ist es, ein großer Akteur auf dem weltweiten Markt für Elektroautos zu werden.

Auch außerhalb der Branche ist Foxconn durch die Fertigung von Apples iPhone bekannt geworden. Zu den Kunden des 1974 gegründeten Unternehmens zählen aber auch zahlreiche weitere IT- und Elektronikkonzerne - von Amazon bis Samsung.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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