11.10.2021 20:49 |

Wirbel um Physio

„Watschn mitgegeben“: Thiem über Stober-Trennung

Dominic Thiem hat sich beim Medientermin am Montag am Mondsee auch zur Causa Alex Stober geäußert. Der Tennisstar trennte sich vor Kurzem von seinem langjährigen Physiotherapeuten, nachdem er auf dessen Anraten zu früh wieder mit dem Tennis-Training begonnen und dadurch einen Rückschlag erlitten hatte. Stober habe ihm eine „Watschn über die Medien mitgegeben“. Natürlich sei er enttäuscht gewesen, „aber ich will das auf jeden Fall noch aussprechen, weil dazu war die ganze Zeit zu gut“.

Aktuell steht für Thiem das langsame Herantasten an ein wieder voll funktionsfähiges rechtes Handgelenk im Vordergrund. Darum hält sich Thiem seit zwei Wochen und noch eine weitere im Salzkammergut auf und trainiert im APC (Athlete Performance Center), dem Trainingszentrum von Red Bull in Thalgau. Dafür gibt es laut Thiem mehrere Gründe. „Die Infrastruktur ist sensationell und auch die Handbehandlung, das ist alles perfekt kommuniziert. Wir haben auch einmal in der Woche ein Telefonat mit dem Doktor in Belgien und der hat auch genaue Therapieanweisungen gegeben“, erklärte Thiem.

Verstreken hat sich einst auch schon um Handgelenksverletzungen von Kei Nishikori und Kim Clijsters gekümmert. „Er ist richtig erfahren, vor allem im Tennis und diesen Verletzungen.“ Ist Thiem wieder fit, wird sein Tennis-Trainingszentrum wieder in Traiskirchen sein.

Seit der zweiten Entfernung der Schiene vor zwei Wochen sei zuletzt die Kräftigung und Flexibilisierung des „steifen“ Handgelenks im Vordergrund gestanden, berichtete Thiem. „Vor dem Termin vor einer Woche war ich mega-nervös“, gestand Thiem, denn auf dem Spiel stand natürlich die Entscheidung, ob eine Operation nötig ist. „Die Entscheidung war ja ein Wahnsinn, weil bei einer Operation wäre ich wahrscheinlich bis in den April nicht zurückgekommen.“

Schmerzen hat der 17-fache Turniersieger aus Lichtenwörth aktuell gar keine mehr. „Es ist nur komisch. Ich habe den Schläger jetzt acht Wochen nicht in der Hand gehabt und natürlich ist auch immer noch die kleine Blockade im Kopf bei dem Schnalzer bei der Vorhand, das wird sicher noch ein Zeiterl dauern bis das weg ist“, verriet Thiem, der auf Anraten seines Ex-Physios Alex Stober zu früh wieder mit dem Tennis-Training begonnen und dadurch einen Rückschlag erlitten hat.

Dies führte auch zur über die Medien ausgetragenen Trennung von Stober, nicht wegen der Fehlentscheidung, wie Thiem nochmals erklärte. „Es sind ein paar Fehler passiert natürlich. Mein Fehler, warum das auch über die Medien passiert ist, war, dass ich ihn nicht angerufen habe. Ich bin auch nicht der Typ, der gleich am selben oder nächsten Tag anruft und dann stundenlang über alle Probleme diskutiert. Zum Anruf hat er mir auch keine Chance geben, weil er mir dann direkt die Watschn über die Medien mitgegeben hat. Natürlich war ich enttäuscht. Aber ich will das auf jeden Fall noch aussprechen, weil dazu war die ganze Zeit zu gut.“

Der Grund für die Trennung war laut Thiem die Reaktion Stobers. „Jeder macht Fehler, aber die Art und Weise, dass er es sich dann nicht eingestanden hat und irgendwie die Schuld auf mich und das andere Team zugewiesen hat. Das war dann ein Vertrauensbruch und der Grund für die Trennung.“ Schon der spanische Arzt nach der Verletzung im Juni auf Mallorca habe ihm erklärt, dass er sich einen Start bei den US Open „abschminken“ werde können.

Stober habe dann „auf eigene Faust therapiert und gesagt, die US Open sollten überhaupt kein Problem sein. Du wirst dort spielen können.“ Darauf habe er Lunte gerochen. „Ich habe dann viel zu früh die Schiene runtergegeben. Dann sind auch die anderen Therapieformen ein bisserl falsch gelaufen. Ich hab dann eineinhalb Wochen gespielt und dann ist das wieder passiert. Dass das Band wieder raushupft.“

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