11.10.2021 05:55 |

Jurist behandelt Ibiza

Klagenfurter Staatsanwalt besiegelt Kurz-Schicksal

Spannend, wie die Rollen in der politischen Causa prima, diesem „House of Cards für Deppen“, verteilt sind. Neben Sebastian Kurz, Thomas Schmid, Alexander Schallenberg, Werner Kogler und der versammelten Opposition samt Coronaskeptiker Herbert Kickl gibt es auch einen Klagenfurter Juristen, der die Sache kraft seiner Funktion überhaupt erst ins Rollen gebracht hat.

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Dieser Jurist heißt Bernhard Weratschnig, und seine Unterschrift findet sich unter der Anordnung auf Hausdurchsuchungen, die in der Folge am 29. September, also vor zwei Wochen, richterlich genehmigt wurde (siehe unten).

Ibiza-Ermittlungen
Der 1974 in Klagenfurt geborene Jurist ist schon seit dem Jahr 2011 Staatsanwalt bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA), ab 2012 Oberstaatsanwalt bei dieser Behörde und seit 2013 Leiter einer staatsanwaltschaftlichen Gruppe - in diesem Fall bedeutet das konkret Leiter des staatsanwaltschaftlichen Teams zur Bearbeitung des Verfahrenskomplexes Ibiza. All die Aufdeckungen der vergangenen Tage sind ja sozusagen ein Kollateralergebnis der Strafsache gegen Heinz-Christian Strache.

Kärntner Politik reagiert
Schwer zu verdauen ist für Landeshauptmann Peter Kaiser, dass das zum Greifen nahe Kanzleramt für Pamela Rendi-Wagner versperrt bleibt. Kaiser wählt in sozialen Netzwerken für ihn ungewöhnliche Scharfmacher-Ausdrücke wie „Farce, Scharade, schändlich oder brutal.“ Das klingt beinahe härter als FP-Chef Erwin Angerer („charakterlose Chatnachrichten“ oder TK-Obmann Gerhard Köfer („halbgare Lösung“).

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger
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