06.10.2021 06:00 |

Der Polizei entwischt

Aktivist springt für „freies Belarus“ vom DC-Tower

Eine illegale Aktion eines anonymen Aktivisten mitten in Wien sorgt für Aufsehen. Vergangenen Donnerstag springt ein Unbekannter vom 60. Stock des DC-Towers in die Tiefe! Sollte er ausgeforscht werden, droht dem Fallschirmspringer eine saftige Strafe.

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Was dahintersteckt? Eine „Protestaktion gegen Gesetzlosigkeit und Tyrannei in Belarus, einem europäischen Land, wo Bürger von der Regierung unterdrückt werden“, schreibt der Aktivist in einer Stellungnahme. Wie er es mit seinem Equipment im Gepäck geschafft hat, unbemerkt auf das Dach des 220 Meter hohen Wolkenkratzers zu gelangen, ist unbekannt.

Klar ist nur: Wind- und Lichtverhältnisse waren suboptimal für den irren und vor allem illegalen Sprung in die Tiefe. „Ich habe mich trotzdem entschieden zu springen. Es geht hier um die richtige Art von Aufmerksamkeit.“ Und: „Selbstverständlich muss man handeln, vor allem, wenn man im Ausland lebt und die Freiheit dazu hat.“

Warum sich der - bis dato - Unbekannte für das waghalsige Basejump-Projekt gerade unser Land ausgesucht hat, erklärt er so: „Österreich ist einer der größten Investoren in Belarus. Geschäftsleute sollten dieses Regime nicht weiter finanzieren.“

Sofern der Aktivist nach der Veröffentlichung seines Protest-Videos in sozialen Medien nicht von der Behörde aus dem Verkehr gezogen wird, will er weitermachen: „Es wird nur schwierig, den DC-Tower zu überbieten.“ Für den Aktivisten ist nur eines von Bedeutung: „#freebelarus - ohne Diktatur“.

Alexander Bischofberger-Mahr
Alexander Bischofberger-Mahr
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