16.09.2021 10:41 |

Ohne Kabelanstecken

Zwei Städte bekommen E-Taxis, die kabellos laden

In Wien und Graz sollen mehr und mehr rein elektrisch angetriebene Taxis unterwegs sein - und die sollen ihre Akkus am Taxistand über eine Platte im Boden aufladen können. Der Chauffeur muss also nicht aussteigen, um den Stecker aus der Buchse zu ziehen.

In den nächsten zwei Jahren werden in Wien insgesamt acht Taxistandplätze und 56 Fahrzeuge mit der von Easelink entwickelten sogenannten „Matrix Charging Technologie“ umgerüstet, in Graz sollen es zwei Standplätze mit zehn Fahrzeugen sein. Anstatt das E-Auto mit einem Kabel an die Ladestelle anzustecken, wird das Fahrzeug, ausgestattet mit einem sogenannten Connector am Unterboden, per Knopfdruck mit einer Ladeplatte am Taxistandplatz verbunden.

Mit diesem automatisierten Laden direkt an den Standplätzen werden die E-Taxis automatisch aufgeladen, ohne dass man das Fahrzeug verlassen oder eine E-Tankstelle aufsuchen muss. „Dieses Projekt ist international einzigartig und nimmt eine Vorreiterrolle in der Mobilitätswende in Großstädten ein“, teilt die Wirtschaftskammer mit. Spätestens ab 2025 sollen in Österreich nur noch Taxis mit emissionsfreiem Antrieb zugelassen werden.

„Wir schaffen hier ein internationales Leuchtturmprojekt, das den urbanen Verkehr nachhaltig verändern kann. Wien ist Klima-Musterstadt und geht hier als First Mover voran. Vom Wandel hin zu einer elektrischen Taxi-Flotte in Wien profitiert die gesamte Stadt und ihre Einwohnerinnen und Einwohner. Wir senken damit die Emissionen und verbessern sowohl die Lärmkulisse als auch die Luftqualität in unserer schönen Stadt“, so Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke zu diesem Projekt.

In Wien wird die Ladeinfrastruktur von Wien Energie errichtet und betrieben. E-Taxis laden dort künftig ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien.

Das aus Mitteln des Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms „Zero Emission Mobility Implementation“ geförderte Projekt dauert bis Mitte 2024 und soll als Grundlage zum weiteren Mobilitätswandel dienen.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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