Bei seiner Rede am Mittwoch (Ortszeit) wetterte der Nintendo-Chef, Handyspiele seien existenzbedrohend. Der Spielemarkt teile sich im Moment so auf, dass Arbeitsplätze gefährdet seien, so Iwata. Die Frage sei nun: "Ist die Erhaltung von hochwertigen Games eine Top-Priorität oder nicht?"
Iwata ließ kein gutes Haar an Handyspielen - sie lieferten generell niedrigere Qualität und der geringe Preis könnte die Entwicklung qualitativ hochwertiger Spiele kaum finanzieren. Nintendo dagegen sei ein verlässlicher Partner, so der Firmenchef. Der hohe Wert von Software werde durch 1-Dollar- oder gar kostenlose Angebote nicht wertgeschätzt, kritisierte Iwata.
Nintendo durch Smartphones gehörig unter Druck
Dass Nintendo dem Boom der Handyspiele nichts abgewinnen kann, ist verständlich, schließlich setzt die Firma auf eigene Konsolen wie den kommenden 3DS und die Wii. Konsolen und Spiele von Nintendo zeichnen sich durch Zugänglichkeit und das Anlocken von Nicht-Spielern aus, gerade diese Casual-Mentalität nützen jedoch auch immer mehr Handy-Games. Nintendo steht daher unter Druck - es gilt, sowohl die Kunden bei der Stange zu halten und vom Kauf Nintendo-spezifischer Produkte zu überzeugen wie auch Entwickler für Nintendo-Plattformen zu finden und zu behalten. Gelingen soll das vorerst mit dem 3DS, der sich durch die 3D-Funktion und hochwertigere Spiele vom Handy-Gaming abheben soll.
Sony schlägt mit eigenem Spielehandy anderen Weg ein
Konkurrent Sony hat unterdessen einen anderen Weg eingeschlagen und bringt das PlayStation-Handy Xperia Play mit Android-Betriebssystem auf den Markt. Auf dem Smartphone laufen nicht nur aktuelle Android-Spiele, sondern auch ältere PlayStation-Games.
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