"Wir alle brauchen das Netz wie die Luft zum Atmen", sagte die IT-Beauftragte des Bundes, Cornelia Rogall-Grothe, zum Auftakt einer Veranstaltung zur Cyber-Sicherheit in Berlin. Deswegen seien besondere Maßnahmen erforderlich, um die IT-Systeme vor Cyber-Angriffen zu schützen. "Deutschland wird permanent cyber-attackiert", ergänzte Hartmut Isselhorst vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationspolitik (BSI).
Das BSI übernimmt die Federführung bei dem neuen Abwehrzentrum, das zum 1. April die Arbeit aufnehmen soll. Beteiligt sind neben dem BSI das Bundesamt für Verfassungsschutz, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei, das Zollkriminalamt, der Bundesnachrichtendienst und die Bundeswehr.
Das Zentrum in Bonn orientiert sich an Vorbildern in den USA und Großbritannien. Ein zunächst kleines Team aus sechs BSI-Mitarbeitern und jeweils zwei vom Verfassungsschutz und vom Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz soll Informationen über Cyber-Angriffe zusammentragen und die Analyse organisieren.
Das Zentrum soll bis zum Sommer weiter ausgebaut werden, schrittweise sollen auch weitere Behörden wie das Bundeskriminalamt stärker eingebunden werden. Der engere Austausch soll auch das Verfolgen der Täter vereinfachen. Kritiker befürchten jedoch, dass besonders die Strafverfolgungsbehörden hier ihre Kompetenzen überschreiten könnten.









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