Für ihre Untersuchung befragten die Psychologen 200 auf Facebook angemeldete Studenten. Zwölf Prozent von ihnen berichteten über Stress bis hin zu Angstgefühlen, die das soziale Netzwerk bei ihnen verursacht. Wie sich herausstellte, hatten diese Personen durchschnittlich jeweils 117 Facebook-Freunde. Die verbleibenden 88 Prozent der Befragten, die über keinerlei "Symptome" klagten, hatten hingegen nur 75 Freunde vorzuweisen.
"Die Nutzer, welche die meisten Freunde haben und am meisten Zeit in das Netzwerk investieren, sind am ehesten anfällig für Stress", sagt Studienleiterin Kathy Charles. Wie beim Glückspiel halte Facebook Nutzer in einer neurotischen Schwebe, in der sie, aus Angst, etwas Gutes zu verpassen, hängen bleiben würden. Wohl auch deshalb gab knapp ein Drittel der Befragten an, beim Ablehnen von Freundschaftsanfragen Schuldgefühle und Unbehagen zu verspüren.
Insbesondere junge Nutzer stünden unter dem Druck, den virtuellen Freundeskreis regelmäßig mit neuen Informationen über sich zu versorgen, was ebenfalls zu Stress führen könne. Sich von Facebook zurückzuziehen, verschlimmere das Problem nur. Denn auch vom Nachrichtenfluss seines Freundeskreises abgeschnitten zu sein, werde häufig als Stress empfunden.









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.