Die gewünschte URL würde der Benutzer direkt in einem Tab (einer Registerkarte) eingeben, statt wie bisher in einer allgemeinen Adresszeile, zeigen die Entwürfe der Chrome-Entwickler. Der Nutzer müsse sich so keine Sorgen darüber machen, eine gerade aktive Website zu ersetzen, heißt es in den Überlegungen des Chrome-Entwicklungsteams. Negativ sei, dass die URLs so nicht immer sichtbar sei, außerdem könnte es zu einer überfüllten Tab-Leiste kommen. Zudem verlieren Navigation und Menü an Zusammenhang, was die Bedienung erschweren könnte.
Angedacht ist auch, die Navigation auf die linke Seite zu verlegen, was das Ordnen nach individuellen Wünschen erleichtern würde und Websites mehr Platz nach oben gäbe. Wer jedoch nur wenige Tabs öffnet, verschwendet so eher Platz, merken die Entwickler an. Für Bildschirme mit etwa 1366 Pixel Breite wäre diese Lösung „superb“, heißt es – für Besitzer größerer oder kleinerer Screens wäre es jedoch Platzverschwendung.
Touchscreen-Browser sollen größer werden
Konträr sehen die Entwickler die Zukunft für Touchscreen-Webbrowser, mit der rasanten Zunahme von Tablet-PCs ein wichtiger Markt. Hier sollen Tabs und die Toolbar wesentlich größer ausfallen als normalerweise. Um trotzdem mehr Platz für die Darstellung von Websites zu erhalten, sollen Nutzer sämtliche Navigationselemente ausblenden können.
Verschiedene Nutzerprofile für einfachere E-Mail-Verwaltung
Eine weitere Entwicklung, die Chrome-Nutzer in Zukunft erwarten könnte, sind verschiedene Nutzerprofile, berichtet "ConceivablyTech". So könnte man zum Beispiel mit zwei verschiedenen Chrome-Fenstern gleichzeitig auf unterschiedliche E-Mail-Profile desselben Anbieters zugreifen – mühsames Aus- und Einloggen könnte damit der Vergangenheit angehören. Der Nutzer soll den jeweiligen Profilen auch verschiedene Lesezeichen und gespeicherte Passwörter zuweisen können.
Anleihen bei Instant-Suche
Ebenfalls neu ist „Omnibox“ für die Chrome-Adresszeile. Ähnlich wie Googles hauseigener Online-Suche Instant soll der Browser schon während der Eingabe darauf schließen, wonach der Nutzer sucht. Dabei greift die Software auf die bereits besuchten Websites zurück.
Beta-Version von Chrome 10 als Download
Wer einen Ausblick auf den aktuellen Stand von Googles Chrome-Entwicklung werfen möchte, kann sich die – noch in Entwicklung befindliche – Beta-Version von Chrome 10 (auf Englisch) herunterladen, die seit einigen Tagen bereitsteht. Google zufolge ist damit bis zu fünfzig Prozent schnelleres Websurfen möglich.









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