19.07.2021 08:15 |

Aufräumarbeiten laufen

Wetter beruhigt sich: Es wird trockener und wärmer

Nach den sintflutartigen Starkregenfällen und Gewittern vom Wochenende, die insbesondere in Tirol, Salzburg und Niederösterreich katastrophale Folgen hatten, beruhigt sich das Wetter zum Wochenbeginn allmählich. Mit steigendem Luftdruck wird es trockener und etwas wärmer. In den verwüsteten Regionen laufen die Aufräumarbeiten zwar auf Hochtouren, die Schäden sind aber vielerorts gewaltig, ganze Existenzgrundlagen gingen in den Fluten unter.

In vielen Teilen von Niederösterreich sind am Montag die Aufräumarbeiten angelaufen. In den Stunden davor hatte sich die Wetterlage gebessert, Franz Resperger vom Landesfeuerwehrkommando sprach von einer verhältnismäßig ruhigen Nacht.

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Die Schäden sind beträchtlich.

Franz Resperger vom NÖ-Landesfeuerwehrkommando

Durchwegs angespannt zeigte sich in der Nacht auf Montag die Situation entlang der Donau, wie auch der ORF Niederösterreich berichtete. An der Messstelle in Kienstock (Bezirk Krems) lag der Pegel zwischenzeitlich bei beinahe acht Metern. Montagfrüh wurde ein Wert von 760 Zentimetern und damit bereits ein Rückgang verzeichnet. Mit einer weiteren Entspannung wurde gerechnet. „Die Donau sollte sich im Tagesverlauf zurückziehen“, blickte Resperger voraus. Generell sei entlang des Flusses „die große Katastrophe ausgeblieben“.

Video: Drohne zeigt, wie sich Flut in Niederösterreich ausbreitet

Bereits am Sonntagabend hatte in den von Unwettern betroffenen Gebieten in den Bezirken Melk, Scheibbs, Krems, St. Pölten, Tulln, Mödling und Korneuburg ein erstes Aufräumen gestartet. Am Montag werde dies „im großen Stil“ weitergehen, sagte Resperger, denn: „Die Schäden sind beträchtlich.“

Über 500 Feuerwehreinsätze in Tirol
In Tirol waren allein in Kufstein am Sonntag 450 Feuerwehrleute damit beschäftigt, die Fluten zu bekämpfen und die Schäden aufzuräumen. Im Fokus des dramatischen Geschehens stand die Festungsstadt und Kelchsau, wo die Wassermassen besonders gewütet hatten (siehe Video oben). Unterstützung kam auch aus den Bezirken Schwaz und Innsbruck-Land. Die Aufräumarbeiten wurden am Montag fortgesetzt und werden sich noch mehrere Tage hinziehen. Die Leitstelle Tirol berichtet, dass von Samstag, 18 Uhr, bis Sonntagnachmittag insgesamt 536 Feuerwehreinsätze stattfanden - davon knapp die Hälfte allein in Kufstein.

Salzburg: Schlamm hinterlässt Verwüstung
Auch in Salzburg sind Einsatzkräfte sowie Bewohner mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Der Kothbach in der schwer in Mitleidenschaft gezogenen Stadt Hallein hat sich zwar mittlerweile in seinen Bachlauf zurückgezogen, doch in den Straßen der Keltenstadt hinterließ er Schlamm und Verwüstung. In den engen Gassen war das Wasser teils meterhoch gestanden. Glücklicherweise gibt es weiterhin keine Meldungen von verletzten oder vermissten Personen. 

Die Wetteraussichten der kommenden Tage
Am Montag präsentiert sich das Wetter im äußersten Westen sowie generell südlich des Alpenhauptkammes, im Grazer Becken und im Südburgenland sonnig und trocken, hieß es seitens der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Überall sonst gibt es hingegen ein Wechselspiel aus Sonnenschein und dichteren Wolken. Die meisten Wolken zieren aber in Teilen Tirols, in Salzburg und Oberösterreich sowie in der nördlichen Steiermark und im westlichen Niederösterreich den Himmel. Hier muss noch mit lokalem Regen oder auch mit Regenschauern gerechnet werden. Der Wind kommt aus West bis Nord und weht im Wiener Becken sowie am Alpenostrand mäßig bis lebhaft. Die Frühtemperaturen betragen 14 bis 20 Grad, die Tageshöchsttemperaturen 21 bis 30 Grad.

Am Dienstag gibt es in nahezu allen Landesteilen ein Wechselspiel aus Sonnenschein und dichten Wolken. Nördlich des Alpenhauptkammes sowie im Norden und Osten muss dabei vor allem am Vormittag mit lokalen Regenschauern gerechnet werden. Auch in Kärnten und der südlichen Steiermark können sich am frühen Nachmittag lokale Regenschauer, mitunter auch Gewitter bilden. Bis zum Abend lässt der Niederschlag aber überall nach. Der Wind aus West bis Nord weht schwach bis mäßig. Elf bis 19 Grad hat es in der Früh, 22 bis 28 Grad nachmittags.

Am Mittwoch scheint verbreitet die Sonne. Über den Bergen entstehen zwar am Nachmittag ein paar Quellwolken, die Schauer- und Gewittergefahr ist aber nur sehr gering. Etwas mehr Quellwolken breiten sich um die Mittagszeit zwar noch im Osten aus, aber auch hier überwiegt insgesamt der Sonnenschein. Der Wind weht schwach, im Osten auch mäßig aus Nordwest bis Nord. Die Frühtemperaturen betragen zehn bis 15 Grad, Tageshöchsttemperaturen 22 bis 28 Grad.

Friedrich Schneeberger
Friedrich Schneeberger
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