03.06.2021 05:00 |

Helmtragen schützt

Gut „behütet“ auf Fahrradtour

3000 Kopfverletzungen konnten, dem Kuratorium für Verkehrssicherheit zufolge, seit der Einführung der Radhelmpflicht (2011) für Kinder bis 12 Jahre verhindert werden. Eine äußerst erfreuliche Zahl, die zeigt, wie wichtig die richtige Schutzausrüstung, allen voran ein Helm, ist. Worauf Erwachsene bei ihrem Nachwuchs noch achten sollten, bevor er „in die Pedale“ tritt.

„Vor der Einführung der Radhelmpflicht lag der Anteil an Kopfverletzungen in dieser Altersgruppe bei 23 Prozent und ist inzwischen auf 10 Prozent gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 57 Prozent und zeigt deutlich, welche Bedeutung dem Radhelm bei der Verhinderung schwerer Kopfverletzungen zukommt“, nennt Dipl.-Ing. Klaus Robatsch, Leiter der Verkehrssicherheitsforschung im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), genaue Zahlen. Dass seit der Initiierung der Helmpflicht auch tatsächlich häufiger zu dieser Schutzvorrichtung gegriffen wird, zeigt ein Blick auf die jährliche Beobachtung des KFV: Während die Radhelmtragequote im Jahr 2011 noch bei 66 Prozent lag, stieg diese danach deutlich an und pendelte sich zuletzt bei immerhin 88 Prozent 2020 ein - die Quote ist also innerhalb von zehn Jahren um ein Drittel gestiegen. 100 Prozent wären natürlich optimal …

Ein Fahrradhelm muss Experten von „Große schützen Kleine“, dem Österreichischen Komitee für Unfallverhütung im Kindesalter, zufolge

  • gut passen und darf nicht rutschen
  • die Stirn, Schläfen und Hinterkopf schützen
  • richtig aufgesetzt werden: Der Kinnriemen verläuft demnach vor und hinter dem Ohr, der Helm endet eine Daumenbreite über den Augenbrauen, zwischen Kinnriemen und Kinn passt nur eine Daumenbreite.

Selbst wenn nach einem schweren Sturz oder Unfall kein Sprung sichtbar ist, muss ein neuer Helm gekauft werden. Unsichtbare Haarrisse können nämlich dessen Dämmwirkung vermindern. Wer auf Nummer sicher gehen will, stattet sein Kind zusätzlich mit weiterer Schutzkleidung, wie z.B. Ellenbogen- und Knieschonern, aus. Gerade eher ängstlichen Sprösslingen kann ein solcher zusätzlicher Schutz mental Sicherheit geben. Außerdem ist im Handel zahlreiches Zubehör erhältlich, mit dem Eltern für bessere Sichtbarkeit und damit einhergehend höhere Sicherheit ihres Nachwuchses sorgen können, etwa indem sie Reflektoren anbringen. Um den „Drahtesel“ zu beherrschen, hilft nur üben, üben und nochmals üben! Kinder sollten übrigens erst nach der Radfahrprüfung alleine zur Schule fahren und außer den Verkehrsregeln Folgendes beachten: Hintereinander und nicht nebeneinander radeln. Den Radweg oder die rechte Seite der Fahrbahn benützen. Geschwindigkeit immer den äußeren Bedingungen und dem persönlichen Fahrkönnen anpassen.

Monika Kotasek-Rissel
Monika Kotasek-Rissel
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