01.06.2021 11:33 |

Stiftung Warentest

VPN-Dienste im Test: Mängel im Kleingedruckten

Auch wenn der beste Anbieter nur die Note „Befriedigend“ erhält: Ohne virtuelles privates Netzwerk sollte niemand öffentliche WLAN-Netze nutzen, urteilt die Stiftung Warentest nach dem Test von 14 VPN-Anbietern. Technisch überzeugten einige, im Kleingedruckten gebe es aber meist sehr deutliche Mängel, so die Konsumentenschützer.

Ein VPN-Dienst leitet den gesamten Datenverkehr über einen eigenen Server und verschlüsselt ihn dabei. So können Nutzer selbst in ungeschützten Netzen sicher surfen. „So wie man einen Supermarkt derzeit nur mit Maske betritt, sollte man das öffentliche Netz von Café, Bahn oder Bibliothek nur mit VPN betreten“, rät Testleiter Gunnar Schwan in einer Mitteilung. 

Besonders nützlich im Test erwiesen sich kostenpflichtige Programme, die besten sind für vier bzw. zwei Euro im Monat erhältlich. Durch Mängel in AGB und Datenschutzerklärung erhalten aber auch sie nur ein „Befriedigend“. Von 14 Anbietern schnitten fünf nur ausreichend ab, ein Dienst sogar mangelhaft: „PrivateVPN“ schütze die persönlichen Nutzerdaten nur schlecht, erlaube schwache Passwörter und zahlreiche Anmeldeversuche, hieß es.

Neben dem Schutz vor Hackern punkten VPN-Dienste auch mit Zusatzfunktionen: Sie können auf Reisen in autoritären Ländern die Zensur umgehen oder zum Beispiel beliebte Videos zugänglich machen, die im eigenen Land gesperrt sind. Ein Nachteil: Viele von ihnen bremsen die Surfgeschwindigkeit, etwa vyprvpn, CyberGhost, IvacyVPN, ZenMate und HMA

Alle Ergebnisse finden sich in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift „test“ sowie online auf test.de/vpn.

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