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Geimpft, genesen, getestet | Balkanroute mit Türl

Geimpft, genesen, getestet: Wie ist das jetzt? Wie wird das jetzt? Genießen künftig Geimpfte Vorteile gegenüber Nicht-Geimpften? Sind Genesene mit Geimpften gleichgestellt? Und erwirbt man mit Tests die gleichen Freiheiten wie Geimpfte oder Genesene? Fragen über Fragen. Klar scheint, dass es den perfekten Schutz nicht gibt. Und klar ist, dass getestete Personen ein anderes, viel höheres Risiko haben als geimpfte oder genesene Personen. Und doch wird zunächst eine rechtliche Gleichstellung der Geimpften, Genesenen und Getesteten kommen. Das sei, sagt etwa Virologin Dorothee von Laer, „vertretbar“. Sie meint, viele Bereiche nur für diese drei Gruppen zu öffnen, sollte das Infektionsgeschehen eindämmen. Um jedoch einzuschränken, dass man erst sehen werde, „ob es ausreicht, um die Zahlen zu drücken und niedrig zu halten“.  Oje. Das klingt mäßig ermutigend.

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Balkanroute mit Türl. Wie oft schon haben wir es von Bundeskanzler Sebastian Kurz gehört: Die Balkanroute ist geschlossen. Die Realität stellt sich ein wenig anders dar, wie „Krone“-Innenpolitiker Klaus Knittelfelder von einem Lokalaugenschein mit Innenminister Nehammer am Balkan berichtet. Der Minister besuchte österreichische Polizisten, die in Serbien beim Grenzschutz helfen. Die Schlepper stellten sich rasch auf die Änderung der Lage ein, berichtet ein Polizist vor Ort, pro Tag, so schätzt man an der griechisch-nordmazedonischen Grenze, passieren dort knapp 100 Menschen, großteils Afghanen, illegal die Grenze. Nicht wenige erreichen Österreich, die Zahl der Anträge steigt. Und rund 90 Prozent kommen laut Innenressort via Westbalkan. Da erinnert man sich an einen anderen Bundeskanzler, Werner Faymann von der SPÖ. Der hatte ja 2015 statt von einem Grenzzaun Richtung Balkan von einem „Türl mit Seitenteilen“ gesprochen. So dürfte es gekommen sein: Die Seitenteile stehen zwar, aber das Türl ist weiter offen.

Einen schönen Tag!

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann

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