03.04.2021 07:00 |

Wachstum zu rasant

Stadt Leibnitz verordnet einen strengen Baustopp

Eine Entwicklung, von der in obersteirischen Abwanderungsregionen nur geträumt werden kann: Die Stadt Leibnitz wächst um vier bis sechs Prozent jährlich, parallel steigt naturgemäß auch das Interesse von potenten Investoren. Um der Bau-Wut Herr zu werden, hat die Politik nun kurzerhand einen Baustopp verhängt.

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Eingebettet in eine idyllische Weinbauregion, gut angebunden an die Autobahn: Leibnitz gilt seit Längerem als beliebte Zuzuggemeinde, zuletzt betrug das Wachstum vier bis sechs Prozent - und das Jahr für Jahr.

„Große Projekte im Stadtgebiet“
Unerfreulicher Nebeneffekt: Immer mehr Grünfläche muss Wohnbauten weichen, auch das Verkehrsaufkommen wird zum Problem. Bürgermeister Helmut Leitenberger (SPÖ) ist aber vor allem die stark gestiegene Zahl an Anlegerwohnungen ein Dorn im Auge: „Die vorübergehende Bausperre bezieht sich nur auf große Projekte im Stadtgebiet, Einfamilienhäuser und private Zubauten sind nicht betroffen“, betont er.

Um wieder auf den Weg eines gesunden Wachstums zu kommen, soll über den Sommer das örtliche Entwicklungskonzept überarbeitet werden: „Wir müssen einfach schauen, was in der Innenstadt noch verträglich verdichtet werden kann. Man muss ja auch den steigenden Mehrbedarf an Kindergarten- und Schulplätzen miteinkalkulieren“, meint Leitenberger.

Für den geplanten, fünfgeschossigen Neubau am Sparkassenplatz kommt die Neuregelung übrigens zu spät: „Ich kann die Kritik der Anrainer verstehen, das Projekt befindet sich aber bereits im Verfahrensstatus“, so der Bürgermeister.

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