17.03.2021 11:22 |

Unfälle

Mit dem Roller ins Spital

Mehr als 15.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 16 Jahren werden im Jahr Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie in Graz nach einem Sturz medizinisch versorgt. Rund 10 % davon verunglücken mit einem Bewegungsgerät auf Rädern oder Rollen.

Zwei Drittel der Unfallopfer sind Burschen und durchschnittlich knapp 11 Jahre alt, zeigt eine Studie vom Verein „GROSSE SCHÜTZEN KLEINE“: 46 % dieser 3.538 Unfälle von Kindern und Jugendlichen, welche sich im betrachteten Dreijahres-Zeitraum ereignet haben, passierten mit dem Fahrrad, gefolgt vom Moped (23 %), Microscooter (10 %), sämtlichen Arten von Boards (8 %) und Kleinkind-Geräten wie Rutschauto, Laufrad und Dreirad (6 %).

„Bei den meisten Geräten auf Rädern und Rollen kann man sich mit den Händen an einem Lenker festhalten. Das unterstützt zwar das Halten des Gleichgewichts, führt aber bei einem Sturz zum Festklammern am Lenker. Wird kein Helm getragen, so erleiden die Kinder dann häufiger Kopfverletzungen als bei Unfällen mit Boards, Skates & Co.“, betont Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Präsident des Vereins „Große schützen Kleine“. „Dafür trägt diese Gruppe vermehrt Brüche von Handgelenk, Elle oder Speiche davon.“

Diese beiden klassischen Unfallmuster zeigen eindrücklich, wie wichtig Handgelenk-, Ellbogen- und Knieschützer zusätzlich zum Helm sind, und wie viele schwere, schmerzhafte und langwierige Verletzungen damit verhindert oder zumindest abgemildert werden könnten. Eltern sollten dabei ihrem Nachwuchs als Vorbild dienen!

Karin Rohrer-Schausberger
Karin Rohrer-Schausberger
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