21.10.2020 10:00 |

Fußball

Schriebl: „Als Trainer musst du immer liefern“

Seine Arbeit bei Regionalligist SV Seekirchen überzeugte: Zweitligist SV Horn will mit Alexander Schriebl nach sechs Trainerwechseln seit 2019 endlich Kontinuität. Wie der 42-jährige Salzburger nun seine berufliche und private Situation löst, was er mit dem Team vorhat und warum er es erst Freitag vorm Spiel in Dornbirn erstmals sieht.

Alex, nach viereinhalb Jahren beim SV Seekirchen in der Regionalliga hast du Montag deinen ersten Profivertrag als Trainer unterschrieben – bei Zweitligist SV Horn. Der hat heuer in fünf Runden drei (!) Trainer verbraucht, sechs seit 2019. Da fragen viele: Warum tust du dir das an?

Ich habe vor eineinhalb Wochen die ersten Gespräche geführt. Sie hatten sich vorab über mich informiert. Ich hatte gleich einen positiven Eindruck. Horn ist ein gut geführter Zweitliga-Klub. Sie wollten einen jungen österreichischen Trainer. Da habe ich ins Anforderungsprofil gut reingepasst. Ich bin sehr optimistisch.

Horn ist Elfter in der 16er-Liga. Wo sollen die Waldviertler am Ende stehen?

Mir ist wichtig, dass nicht dauernd über Trainer und Investoren gesprochen wird, sondern über die Mannschaft, über die Spieler. Ich will keine Platzierung sagen. Aber klar weiß ich: Als Trainer musst du immer liefern.

Mit Lucas Scholl, dem Sohn des Ex-Bayern-Stars Mehmet, ist ein prominenter Name in deinem neuen Team. Wie gut kennst du es schon?

Ich kenne es über Videos, habe mir alle Spiele dieser Saison angeschaut. Aber ich freue mich, wenn ich sie persönlich kennen lernen kann.

Das dauert noch

Ja, weil ich bis Donnerstag im UEFA-Pro-Lizenz-Kurs in Lindabrunn bin. Ich stoße Freitag vorm Spiel in Dornbirn erstmals auf die Truppe. Nicht optimal, aber Jammern bringt eh nix.

Nimmst du einen eigenen Co-Trainer mit?

Der Co wird vom Klub gestellt. Sie wollten nicht zuviel Unruhe reinbringen.

Du hast einen Job bei der PVA. Wie hast du das gelöst?

Ich werde mit 1. November ein Jahr karenziert. Da muss ich mich bei Direktor Stefan Tausch bedanken.

Und deine Familie?

Meine Frau und die Kinder, sieben und drei, bleiben in Mondsee. Das wird sicher eine Herausforderung.

Konntest du dich in Seekirchen schon verabschieden?

Kurz, aber ich werde das in einem anderen Rahmen noch nachholen. Seekirchen hat mir eine super Plattform geboten, die Mannschaft hat mich irrsinnig beflügelt.

Herbert Struber
Herbert Struber
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