St. Pölten gegen Rapid

Schrecklich nette Familie: Ljubicic gegen Ljubicic

Die Ljubicic-Brüder Dejan und Robert sind bei Rapid und St. Pölten absolute Schlüsselspieler. Morgen steigt das vielleicht schon letzte Duell der schrecklich netten Familie in Österreich. Im bisherigen Vergleich liegt der Jüngere voran.

Man ist voller Adrenalin, da merkt man erst nach dem Zweikampf, gegen wen es war.„ Dejan Ljubicic weiß, dass es morgen innerhalb der Familie krachen wird. Aber “nur" auf dem Rasen gegen Bruder Robert.

Weil die Ljubicics für Rapid und St. Pölten im Mittelfeld unersetzbar geworden sind. Seit dem Restart im Juni verpassten sie keine Sekunde mehr. Abgesehen davon, dass beide je ein Spiel gesperrt fehlten. Auch das mach(t)en sie „gemeinsam“.

Fast wie Maschinen. Extrem ehrgeizig. Gemeinsam werden auch Spiele auf Video analysiert, Fehler aufgezeigt. Und auch der Corona-Lockdown wurde bei der schrecklich netten Familie perfekt genutzt. Beinhartes Training im Garten der Eltern. Jeden Tag. Mit dem Herrn Papa als “Schleifer„. Mittlerweile ist der 15 Monate ältere Rapid-Kapitän von daheim ausgezogen. In dieser Woche werden auch die täglichen Telefonate eingestellt. Man kann sich ja kein Glück wünschen.

Lob und Stolz
In den bisherigen drei Duellen hat Robert die Nase vorn - zwei Siege, einmal gewann Dejan, dessen Marktwert auf drei Millionen Euro hochschnellte. Auch Robert ist diesbezüglich bereits im siebenstelligen Bereich. „Er arbeitet jeden Tag, hat eine super Entwicklung genommen“, lobt der ältere Bruder. „Wenn er das konstant bringt, wird er bald den nächsten Schritt machen.“

„Völlig anderer Mensch
Vereinswechsel? Ein heißes Thema bei den Ljubicics. „Ich hoffe, dass es nicht unser letztes Duell ist“, gibt sich Robert bedeckt. Stolz macht es ihn, dass Dejan nun Rapids Schleife trägt: „Es ist für jeden Spieler eine große Ehre, Kapitän zu sein - bei Rapid hat das einen noch höheren Stellenwert. Dejan wirkt nach außen hin zwar ruhig, fast brav, auf dem Platz ist er aber ein völlig anderer Mensch.“

Wird sich morgen zeigen. „Er ist mein Bruder, aber ein Gegner wie jeder andere. Für 90 Minuten geht es um Fußball, nicht um die Familie.“ Schrecklich nett.

Rainer Bortenschlager und Hannes Steiner, Kronen Zeitung

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