14.09.2020 10:03 |

2000 beschlagnahmt

US-Zoll hielt OnePlus-Stöpsel für Airpods-Plagiate

Gänzlich kabellose In-Ear-Ohrhörer nach dem Prinzip der Apple Airpods haben sich zu einem veritablen Verkaufsschlager entwickelt. Immer mehr Firmen bringen ihre eigene Interpretation der Apple-Stöpsel auf den Markt, beim Design nimmt man gerne Anleihen beim iPhone-Erfinder. Dem durchaus renommierten chinesischen Smartphone-Hersteller OnePlus wurde das nun zum Verhängnis: Der US-Zoll zog 2000 In-Ears des Unternehmens aus dem Verkehr, weil er sie für gefälschte Airpods hielt.

Das berichtet unter anderem das US-amerikanische IT-Portal „CNET“ unter Berufung auf einen Tweet der US-Zollbehörde Customs and Border Protection. Sie postete Fotos der vermeintlichen Airpods-Nachbauten auf Twitter - inklusive prominentem OnePlus-Logo darauf.

US-Zoll feierte Fund in Tweet und Presseaussendung
Ganze 2000 Stück der gefälschten Airpods habe man aus Hongkong kommend in New York abgefangen, teilte der US-Zoll mit, versah seinen Tweet sogar noch mit der Feststellung: „Das ist kein Apple.“ Die Zollbehörde rechnete vor, dass es sich um Fälschungen handelt, die als Original-Airpods einen Wert von fast 400.000 US-Dollar hätten. In einer Pressemitteilung ergänzt der US-Zoll, dass das Abfangen dieser gefälschten Ohrhörer direkt die Wachsamkeit und das Engagement der US-Zöllner zeige.

OnePlus stellte Stöpsel Mitte Juli ganz offiziell vor
Das Problem: Es handelte sich nicht um eine Fälschung, der chinesische Hersteller hatte seine OnePlus Buds Mitte Juli ganz offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt, sogar Werbespots produziert und verkauft sie ohne Verweis auf die Rivalen von Apple unter eigenem Namen. Die weiße Variante mag Apples Airpods tatsächlich sehr ähnlich sehen, was man allerdings über alle weißen True-Wireless-Stöpsel mit Stiel sagen könnte.

Beschlagnahmung für alle Beteiligten ein Ärgernis
Wie es mit den 2000 Paar OnePlus Buds, die in New York beschlagnahmt wurden, nun weitergeht, bleibt abzuwarten. Für den Hersteller dürfte die Konfiszierung der In-Ears im Wert von rund 160.000 US-Dollar genauso ärgerlich sein wie die Unterstellung, man vertreibe gefälschte Apple-Hardware. Für den US-Zoll könnte die Sache ebenfalls peinlich werden, immerhin zeugt die Vermutung, bei OnePlus handle es sich um einen dubiosen Hersteller von Apple-Plagiaten nicht unbedingt von Kenntnis des Smartphone-Marktes.

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