10.08.2020 12:17 |

Hilfen für Unternehmen

Blümel: Österreich unter Top 3 beim Wiederaufbau

Die Corona-Krise hat die heimische Wirtschaft heftig getroffen, Unternehmen stöhnen noch immer unter dem langen Geschäftsausfall. Seitens der Bundesregierung wurde mittlerweile ein 50 Milliarden Euro schweres Paket geschnürt, um Unternehmen finanziell unter die Arme zu greifen. Am Montag gab Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) bekannt, dass diverse Hilfen nachjustiert bzw. verlängert werden, um so den Firmen den Zugang zu Hilfen zu erleichtern. „Im Gegensatz zu anderen Staaten investieren wir in der Eurozone am zweitmeisten für den Wiederaufbau der Wirtschaft“, sagte Blümel stolz (siehe Video oben).

Das 50 Milliarden-Euro-Paket soll laut Blümel Unternehmen und die damit verbundenen Arbeitsplätze retten, die Menschen entlasten sowie Investitionen fördern, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Steuern sparen durch sofortigen Verlustrücktrag
Eine dieser Entlastungmaßnahmen ist der Verlustrücktrag. Mit der am Montag in Begutachtung gehenden Verordnung können betriebliche Verluste aus dem Corona-Jahr in Höhe von bis zu fünf Millionen Euro in das Jahr 2019, in bestimmten Fällen sogar 2018, rückgetragen werden. „Dadurch wird die Steuerlast für die guten Vorjahresergebnisse sofort gesenkt und den Unternehmen Liquidität zu Verfügung gestellt“, sagte Blümel. Ein entsprechender Antrag könne ab Inkrafttreten der Verordnung Mitte September gestellt werden.

Liquiditätsspritze für Unternehmen
Normalerweise würde der Verlustrücktrag erst in der Veranlagung des Jahres 2020, also etwa Mitte 2021, berücksichtigt werden können. „Das ist für viele Unternehmen zu spät. Um jetzt zu helfen, werden Betriebe ihre Steuerlast für Gewinne aus 2019 sofort reduzieren können. Der Verlustrücktrag und diese Sonderregelung bringen eine schnelle Liquiditätsspritze für österreichische Unternehmen in der Größenordnung von etwa fünf Milliarden Euro“, betonte Blümel. Für die Unternehmen heißt das, dass zum Beispiel heuer gestundete Steuern nicht vollständig bezahlt werden müssen.

Fixkostenzuschuss geht in die Verlängerung
Mehr Liquidität gibt es für Unternehmen auch durch den Fixkostenzuschuss, dessen zweite Phase im September startet. Seit Anfang Juni zahlt der Staat bereits einen Zuschuss für Fixkosten bis zu 90 Millionen Euro pro Unternehmen, der nicht zurückbezahlt werden muss. Bisher stammt die überwiegende Mehrheit der Anträge von kleinen Unternehmen, mit durchschnittlichen Fixkosten in Höhe von rund 10.000 Euro.

„Um unsere Betriebe winterfest zu machen, werden wir die Periode, für die der Zuschuss beantragt werden kann, verdoppeln, die Voraussetzungen für die Förderung nach unten drehen und gleichzeitig die bezuschussbaren Fixkosten massiv ausweiten. Damit können Unternehmen mit weniger Aufwand bis zu 100 Prozent der Fixkosten erstattet bekommen. So wollen wir vor allem langfristig betroffenen Unternehmen helfen“, erklärte Blümel. 

Investitionsprämie fix
Unterdessen stehen mittlerwiele auch die Details der Investitionsprämie für Unternehmen fest. Ministerin Margarete Schramböck: „Diese Prämien sind wichtige Impulse für Investitionsentscheidungen, sie schaffen Jobs und stärken den Standort.“ Die „Krone“ verrät, wer mit welcher Prämie rechnen kann, die Bandbreite schwankt zwischen sieben und 14 Prozent für die einzelnen Unternehmen.

Franz Hollauf
Franz Hollauf
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