31.07.2020 05:00 |

Trinkgewohnheiten

Mythen rund um den Durstlöscher Wasser

Viele Irrtümer ranken sich um das lebenswichtige Nass, und sie halten sich hartnäckig. So zum Beispiel der Rat, dass man nach dem Genuss von Kirschen kein Wasser trinken soll, da man sonst Bauchschmerzen bekommt. Oder dass lästige Falten weggetrunken werden können. 

Eiskalte Getränke bringen bei Hitze rasch Abkühlung.Das ist ein Irrglaube. Denn der Körper produziert durch den Kälteschock nur noch mehr Wärme. Besser ist es, zu Wasser mit Zimmertemperatur zu greifen. Hier noch weitere Mythen:

Durch viel trinken nimmt man ab
Vielleicht. Leider gibt es kaum Studien, die diese Behauptung belegen.Forscher der Berliner Charité fanden lediglich Hinweise darauf, dass gesteigerter Wasserkonsum sich bei älteren Menschen, die eine Diät machten, positiv auswirkte. Wahrscheinlich sorgt Trinken für kurzzeitiges Sättigungsgefühl.

Wasser aus der Flasche ist besser
Nein, das kann man so nicht sagen. Wir haben in Österreich gutes Leitungswasser, das streng kontrolliert wird. Wie es sich genau zusammensetzt, unterscheidet sich allerdings von Ort zu Ort. Das trifft aber auch auf „Flaschenwasser“ zu. Daher sind allgemeine Aussagen schwierig. Aber eines stimmt sicher: Leitungswasser ist billiger und lässt sich jederzeit frisch zapfen.

Flüssigkeitszufuhr glättet Falten
Das wäre schön. Natürlich profitiert auch die Haut davon, wenn man ausreichend Flüssigkeit zuführt. Das heißt aber nicht, dass sich Falten einfach „wegtrinken“ lassen: Für diese Annahme gibt es keinerlei Beweise. Umgekehrt ist jedoch klar, dass Haut und Schleimhäute bei Feuchtigkeitsmangel austrocknen. Besonders ältere Menschen sind davon betroffen.

Stilles oder sprudelndes, was ist gesünder?
Weder noch. „Ob stilles oder sprudelndes Wasser bevorzugt wird, ist Geschmackssache“, erklärtMag. Isabelle Keller, Ernährungswissenschafterin bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Kohlensäurehaltiges Wasser führt höchstens dazu, dass man aufstoßen muss.

Schadet übermäßiges Wassertrinken?
Normalerweise nicht. Große Mengen an Flüssigkeit werden vom gesunden Organismus einfach über die Nieren ausgeschieden. Ausnahmen gibt es aber schon: Patienten mit Nierenkrankheiten, Herzmuskelschwäche oder Leberzirrhose.Außerdem müssen Sportler aufpassen. Wenn sie stark schwitzen und große Mengen natriumarmes Wasser trinken, kann der Salzgehalt im Blut gefährlich stark absinken. Erste Anzeichen sind Übelkeit und Erbrechen.

Kirschen und Wasser vertragen sich nicht
Schon Oma hat davor gewarnt: Wer Kirschen isst und danach Wasser trinkt, bekommt Bauchweh. Dieses verbreitete Gerücht stimmt ebenfalls nicht. Steinfrüchte machen - durch den hohen Fruchtzuckeranteil - bei empfindlichen Personen in größeren Mengen auch ohne Wasser Beschwerden.

Karin Rohrer-Schausberger, Kronen Zeitung

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