06.07.2020 16:23 |

Rückruf wird teuer

Betrügerische Anrufe aus Tunesien: Nicht abheben!

Telefonbetrüger nehmen wieder vermehrt Österreicher mit sogenannten Ping-Anrufen ins Visier. Dabei lassen sie das Smartphone des Opfers nur einmal läuten und hoffen auf einen kostspieligen Rückruf. Sollten Sie mit der tunesischen Ländervorwahl +216 beginnende Anrufe erhalten, rufen Sie die Nummer unter keinen Umständen zurück!

Eine Welle solcher Ping-Anrufe wurde bereits im vergangenen Winter beobachtet, nun sind die Anrufe aus Tunesien zurück. Das geht aus der Website der Meldestelle Rufnummernmissbrauch der Rundfunk- und Telekomregulierungsbehörde RTR hervor.

Verdächtige Vorwahlen: +216, +992 und +680
Neben der tunesischen Vorwahl +216 wurden in den letzten Wochen auch die Vorwahlen +992 und +680 für Ping-Anrufe verwendet, so die RTR. Dabei handelt es sich um die Ländervorwahlen von Tadschikistan und dem Inselstaat Palau im Pazifik.

Wenn Sie einen verdächtigen Anruf mit einer dieser Vorwahlen erhalten, bei dem das Handy meist nur einmal kurz läutet, sollten Sie auf keinen Fall zurückrufen. Das Ziel der Hintermänner ist nämlich, die Opfer zu einem teuren Rückruf zu bewegen und ihnen auf diesem Weg ihr Geld abzunehmen.

Dubiose Wein-Umfragen und Support-Scam
Abseits solcher Ping-Anrufe kursieren noch andere Telefonbetrügereien - auch solche, bei denen die Hintermänner sich hinter österreichischen Nummern verbergen. Als Beispiel führt die RTR eine Kampagne an, die als Wein-Umfrage getarnt ist und zum Ziel hat, Österreichern persönliche Daten herauszulocken. Hier dürfte es sich um eine Abofalle handeln.

Vorsicht ist derzeit auch bei Anrufen mit der britischen Ländervorwahl +44 geboten. Hier wurden den Österreichern im Juni vermehrt dubiose Online-Trading-Produkte angeboten.

Ein weiterer Dauerbrenner im Bereich Telefonbetrug ist der sogenannte „Support Scam“. Hier geben sich die Anrufer als Techniker großer IT-Unternehmen wie Microsoft aus und behaupten, der PC des Opfers sei mit Malware infiziert. Das Angebot, den PC mit Fernwartungs-Software zu desinfizieren, sollte man keinesfalls annehmen: Tatsächlich geht es den Anrufern darum, Zugriff aufs Online-Banking ihrer Opfer zu erlangen. Weder Microsoft noch andere große Software-Häuser rufen die Nutzer ihrer Software von sich aus an, sondern leisten immer nur auf Anfrage Kundendienst.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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