28.05.2020 13:35 |

Fußball & Europarennen

Feller: „Kein Mensch braucht 100 Mio. am Konto!“

Manuel Feller ist bekannt dafür sich kein Blatt vor dem Mund zu nehmen. Beim Audi-Talk, bei dem auch Salzburg-Trainer Jesse Marsch und Motorsportler Reini Sampl anwesend waren, fand der ÖSV-Techniker zu den monströsen Gehältern einiger Fußballer, die zuletzt für eine Debatte gesorgt hatten, klare Worte: „Kein Mensch braucht 100 Millionen am Konto!“

Feller habe die heiße Diskussion um die Gagen während der Corona-Krise verfolgt. „Es ist für mich schwierig, es zu beurteilen“, meint der 27-Jährige, „aber kein Mensch braucht 100 Millionen Euro auf dem Konto!“ Sein Vorschlag zur Geld-Problematik im Fußball: „Wenn es dem Klub schon nicht gut geht, kann man ja allgemein mit den Gagen runterfahren.“

In der Quarantäne-Zeit versuchte Feller, das Positive zu sehen: „Ich habe einen kleinen Buben daheim. Die Zeit mit ihm hätte ich mein Leben lang nicht zurückbekommen. Ich habe jeden einzelnen Schritt von ihm beobachten können“, so der Ski-Star, der Ende des vergangenen Jahres Vater wurde. Therapie- und Trainingszeit gingen jedoch verloren: „Die hätte ich dringend gebraucht“, spricht er seinen Bandscheibenvorfall im Herbst an.

„Möchte in dieser Situation kein Politiker sein“
Der Zusammenhalt in Österreich während der Corona-Krise hat ihm sehr gut gefallen. Lob gibt es auch für die Regierung: „Ich möchte in dieser Situation kein Politiker sein!“ Denn es sei schwierig, es allen recht zu machen. Was Feller ganz wichtig ist: „Den Pflegekräften und so weiter sollte man mehr Respekt zollen und mehr Geld zur Verfügung stellen“, so sein Appell. „Diese sozial wichtigen Jobs“ seien für das System in Österreich sehr wichtig.

Europarennen für Damen tragischer
Feller wurde beim Audi-Talk auch auf mögliche Europarennen in der nächsten Saison angesprochen. Heiß debattiert wird ja die Variante, dass der kommende Weltcup ausschließlich in Europa stattfindet. Mit einem optimierten, verkürzten Reiseplan. Und im schlimmsten Fall dürften auch nur Europäer starten.

Damit wäre zum Beispiel Damen-Star Mikaela Shiffrin ausgeschlossen. „Jeder, der Skirennen sehen will, möchte die beste Skifahrerin sehen“, erklärt Feller seine Sichtweise, warum diese Variante für den Damen-Weltcup „tragischer“ wäre. Zudem machen sich auch Fairness-Bedenken bei ihm breit - zu hören oben im Video!

krone Sport
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