Frankfurts Hexenkessel

Marsch: „Atmosphäre wie an der Anfield Road“

Nach dem Sieg gegen Schalke 2016 und den Eliminierungen von Dortmund und Leipzig 2018 will der Deutschland-Spezialist aus Salzburg heute (18.55 Uhr, live im sportkrone.at-Ticker) im Frankfurter Hexenkessel den Grundstein für den Aufstieg legen. Die Eintracht-Fans sind geladen.

Ein Sieg eines rot-weiß-roten Teams auf deutschem Boden: Sechs Jahrzehnte lang war das ein Ding der Unmöglichkeit. Dann kam Salzburg: 2016 deuteten die Bullen per 2:0-Heimsieg gegen Schalke an, es mit Klubs des übermächtigen Nachbarn aufnehmen zu können. Im März 2018, im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League, schlug dann nach 27 missglückten Anläufen die große historische Stunde.

Unter Coach Rose und dank eines Valon-Berisha-Doppelpacks wurde Dortmund auswärts 2:1 besiegt. Dann zu Hause mit 0:0 der nicht für möglich gehaltene Aufstieg fixiert. Der Bann war gebrochen: Noch im selben Jahr führten Ulmer und Co. Leipzig mit 3:2 bzw. 1:0 vor. Wolfsberg setzte heuer per 4:0 in Gladbach einen drauf. Österreich kann die Deutschen erwischen.

„Brauchen Topleistung“
Dennoch wäre ein Bullen-Aufstieg gegen die Hütter-Crew ein Mini-Märchen. „Wir brauchen eine Topleistung“, sagte Bullen-Trainer Marsch. Der mitbekommen hat, dass der Europäische Fußballverband eine Choreografie mit Tausenden Wunderkerzen der Eintracht-Fans kurzfristig abgeblasen hat, der Anhang total geladen sein wird. „Die Stimmung ist wie an Liverpools Anfield Road“, weiß Marsch vom Hexenkessel.

Die Hoffnung, wie einst vom BVB nicht ernst genommen zu werden, braucht Salzburg aber nicht zu hegen. Die Bilder der Bullen-Auftritte in der Königsklasse sind in Deutschland präsent. Zumal mit jedem Tor von Haaland sofort der Bullen-Konnex hergestellt ist.

Wer stoppt die Rakete?
Eher muss Salzburg aufpassen, die Hessen-Heimmacht nicht zu unterschätzen. Mit Hinteregger fehlt der Abwehrfelsen. Dafür lauert links am Flügel mit Filip Kostic (Marktwert ca. 40 Mio. €) eine raketenartige Waffe. „Ihn zu decken, kann nicht die Aufgabe eines einzelnen Spielers sein“, ist für Marsch die Rückkehr aufs 4-2-2-2 denkbar.

Valentin Snobe, Christoph Nister/Frankfurt, Kronen Zeitung

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