20.02.2020 06:45 |

Traumziel Malediven

Strand, Palmen, Meer: Barfuß-Paradies auf Erden

Feinster Sandstrand, Kokospalmen, türkisblaues Meer - ein Traum! Wer sich so das Paradies vorstellt, ist auf den Malediven goldrichtig.

Sechsundzwanzig Atolle, etwa 1190 Inseln, die oft wenige Kilometer lang sind und lediglich ein paar Meter aus dem Meer ragen. Das Staatsgebiet besteht zu 99 Prozent aus Wasser, die Anzahl der Inseln schwankt, weil Strömungen immer wieder Land auf- und wegschwemmen. Alle Eilande sind Koralleninseln, die nur knapp über dem Meeresspiegel liegen – was sie besonders anfällig für den stetig ansteigenden Meeresspiegel macht. Der Klimawandel ist hier also spürbarer als anderswo, sichtbar ist – besonders dann, wenn man ins Resort mit dem Wasserflugzeug anreist – einfach ein tropisches Paradies mit blütenweißem Strand, sattem Palmengrün und türkisblauer Lagune. Wir sind Malediven-Neulinge, was den Wow-Effekt möglicherweise verstärkt.

Malediven bedeutet so viel wie Inselkette
Aus der Luft bekommt man eine gute Vorstellung davon, sieht die oft winzigen Inseln, die vielen Schattierungen des Meeres. Zu schön, um wahr zu sein? Wie Schatzinseln aus einem Märchen liegen sie verstreut in der Unermesslichkeit des Indischen Ozeans. Es ist wie eine Traumwelt, eine Luxusdestination, wo man die Realität gut wegschalten kann, denn die Touristen werden auf eigenen Resort-Inseln willkommen geheißen, auf denen eigene Gesetze gelten. Die Malediven sind ein islamisches Land, nur auf den Touristen-Inseln darf Alkohol getrunken, Schweinefleisch gegessen und sich freizügig gekleidet werden.

Unsere Anreise mit dem Wasserflugzeug, die an sich schon ein kleines Erlebnis ist, führt uns zum rund 120 Kilometer entfernt von Malé liegenden Baa Atoll, das von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde und seine Gäste mit einer nahezu intakten Unterwasserwelt erwartet. Die wenigen Hotels, die hier erlaubt sind, befinden sich auf üppig bewachsenen von Korallen errichteten Inseln wie zum Beispiel das Anantara Kihavah. Trommelklänge erwarten uns am Steg, ein kühler Fruchtsaft zur Begrüßung und dann – Schuhe ausziehen! – sind wir für die nächsten Tage barfuß im Paradies unterwegs. Im Resort wohnt man in kleinen oder größeren Villen, die entweder direkt zum Strand führen oder aber in das Meer gebaut wurden und bei den Urlaubern besonders beliebt sind.

Kein Wunder, ist es doch absoluter Luxus, noch vor dem Frühstück über die Terrasse direkt ins Meer zum Schwimmen zu gehen. Oder durch die Glasböden im Badezimmer die bunten Fische zu beobachten. Oder im Infinity-Pool den Sonnenaufgang zu erleben. Wenn dann der Tag erwacht, schnappt man sich „sein“ Fahrrad – jedes ist mit dem jeweiligen Vornamen gekennzeichnet – und fährt zum Frühstück. Es gibt ja keine Autos auf der Insel, entweder ist man zu Fuß unterwegs, wird mit einem Golfwagerl chauffiert oder strampelt in die Pedale. Alles ganz entspannt. Genauso, wie sich dann auch der weitere Tag entwickelt – faulenzen, Wassersport oder ein bisschen schnorcheln am Hausriff; einmalig übrigens, mit wenigen Tempi taucht man ein in die wunderbare Unterwasserwelt, für die die Malediven so berühmt ist: Korallen, bunte Fische in wirklich großer Anzahl und – das Glück war uns hold – Wasserschildkröten! Zwei Stück! Natürlich gibt es auch Mantas, aber auch dafür braucht man die Gunst der Stunde. Wem das alles nicht reicht, wer noch Bewegungsdrang hat, spielt Tennis, probiert Thai-Boxen aus oder düst mit einem Jetski übers Meer.

Viele verschiedene Restaurants zur Auswahl
Der Tag vergeht wie im Flug, hat die Leichtigkeit des Seins, der Alltag ist weit weg, nicht nur räumlich. So soll Urlaub sein, kein Stress, die wichtigste Entscheidung ist die, welches Restaurant zum Abendessen aufgesucht werden soll. Denn so klein die Insel auch ist – nur das Resort – es stehen einige Restaurants zur Auswahl: asiatisch, japanisch, mediterran. Oder tatsächlich nicht nur köstlich, sondern außergewöhnlich: das Unterwasser-Restaurant, ein Erlebnis für sich. Wer so etwas noch nie erlebt hat, wie ich, kommt aus dem Staunen kaum heraus. Während des Essens, so herrlich es schmeckt, wird man immer wieder abgelenkt, um die bunten Fische zu beobachten und zu fotografieren. An jedem Tisch liegt übrigens ein Buch, mithilfe dessen die Bestimmung, wer da vorbeischwimmt, möglich ist. Auch die überaus freundlichen Kellner sind da eine gute Auskunftsquelle.

Wie gesagt, ein Erlebnis für sich. Der einzige Wermutstropfen: Es ist teuer, um nicht zu sagen sehr teuer, wenn auch verständlich, schließlich muss fast alles eingeführt werden, außer Kokospalmen wächst nicht viel auf den Malediven, und man kommt zu der Conclusio: Auch im Paradies gibt es Nachteile.

Wer regional bleiben will, isst also am besten Fisch, und auch der Saft einer frischen Kokosnuss schmeichelt dem Gaumen. Inselhüpfen mit dem Wasserflugzeug via Malé: Wer neugierig ist, wechselt innerhalb des Urlaubs das Atoll, in diesem Fall nach Süden, beispielsweise Niyama Private Islands Maldives im Dhaalu-Atoll, und findet Ähnliches vor: Eine private Insel, eigentlich zwei, die durch eine Holzbrücke verbunden sind, mit weißen Sandstränden, Palmen, schönen Bungalows und Wasservillen, kein Autoverkehr, verschiedene Restaurants (auch unter Wasser oder als Baumhaus in den Kronen der Riesenbäume), unendliche Wassersportmöglichkeiten, ein hervorragendes Spa mit Blick auf den Ozean, mit einem Wort: ein Traum, der Wirklichkeit wird!

Und mehr: Delphine. Die sanften Meeresbewohner haben es mir besonders angetan, es ist ein Wow-Erlebnis, das man sicher nie vergisst, wenn mehrere oder sogar viele „Flipper“ das Ausflugsboot begleiten, fröhlich aus dem Wasser springen, fast zum Angreifen nahe sind, es ist wahrlich ein Höhepunkt im Tropen-Paradies!

Andrea Thomas, Kronen Zeitung

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