Nach Magath-Einstieg

Admira will Großes erreichen, aber Trainer bremst

Die Admira hat in der Bundesliga etwas überraschend für eines der Highlights in einer eher unaufgeregten Winterpause gesorgt. Die Kunde von der Verpflichtung des deutschen Trainer-Altmeisters Felix Magath als neuen „Taktgeber“ von Flyeralarm Global Soccer sorgte für Aufsehen. Den hochtrabenden Plänen zum Trotz wollen sich die Südstädter vorerst aber aus das Naheliegende konzentrieren.

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„Wir wollen in erster Linie die Liga halten, da sind wir uns alle einig“, berichtete Klaus Schmidt aus dem Trainingslager in Spanien. Im Resort Oliva Nova südlich von Valencia absolvierte Magath seinen Antrittsbesuch bei der Admira. Seit vergangenem Samstag machte sich der 66-Jährige mit Betreuern und Spielern bekannt. Das erste Kennenlernen sollte es sein. „Es hat Gespräche gegeben, hat sich vor der Mannschaft präsentiert. Er macht sich ein Bild“, erklärte Schmidt.

Bei der Bestellung zum Mentor des Fußballprojekts der Onlinedruckerei aus Würzburg (Jahresumsatz über 350 Millionen Euro) verdeutlichte Magath, dass er die Admira - ebenso wie die aktuell im Tabellenmittelfeld der dritten deutschen Liga rangierenden Würzburger Kickers - wieder „nach vorne“ bringen will. Die Maria Enzersdorfer sollen künftig in der Meistergruppe um die vorderen Ränge kämpfen. „Für mich ist es wichtig, dass die Admira ein starker Klub wird, der respektiert wird“, sagte Magath bei seiner Präsentation.

Derzeit ist der Traditionsverein, der Flyeralarm seit Frühjahr 2017 auch im Klubnamen trägt, von den Top-Rängen weit entfernt. Der Sechste Hartberg hat mit 28 Zählern doppelt so viele vorzuweisen wie die Admira. Knapp 2.700 Besucher im Schnitt kamen bei den Niederösterreichern im Herbst zu den neun Heimauftritten in der Liga. Finanziell ist die Admira immerhin abgesichert. Die besten Nachwuchskräfte oder Teamstützen verkaufen muss man notgedrungen nicht mehr, wie auch Magath betonte. „Wir wollen nicht, dass der Beste, wenn er mal ein Tor geschossen hat, gleich zum Nachbarn geht“, erklärte der Deutsche.

Im Winter verzeichnete die Admira keinen Abgang. Von Salzburg wurde der 20-jährige Südkoreaner Kim Jung-min ausgeliehen, von Sturm Graz kam Markus Pink (28). Im zentralen Mittelfeld und im Sturmzentrum wurde damit bewusst nachgebessert. „Wir haben keine Not gehabt. Wir haben eine gute Mannschaft, sind wettkampffähig“, wusste Trainer Schmidt. Innenverteidiger Bjarne Thoelke (im Aufbautraining) und Mittelfeldmann Willi Vorsager (Rücken) fallen vorerst noch aus.

Los geht es für die Admira auswärts in St. Pölten, danach warten im Grunddurchgang noch Sturm Graz, die WSG Tirol und Altach. „Das sind drei Gegner, die mit uns im unteren Play-off sein werden. Das sind Sechs-Punkte-Spiele, auch wenn sie dann nur drei wert sein werden“, meinte Schmidt mit Blick auf die im März anstehende Punkteteilung. Das Saisonziel Nummer eins wollen die Admiraner rasch abgehakt wissen - und geht es nach Flyeralarm-Chef Thorsten Fischer in Zukunft übertreffen: „Wir müssen liefern und den Felix unterstützen. Er hat ja Ziele und Visionen, die wollen wir so schnell wie möglich erreichen.“

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