15.01.2020 22:27 |

Nächster Tennis-Eklat

Djokovic von Kosovo-Botschafter „primitiv“ genannt

Nach dem letzten Triumph der Nummer zwei der Tennis-Weltrangliste, Novak Djokovic, kam Kritik gegen den Serben auf. Ein Botschafter von Kosovo kritisierte ihn, für ein nationalistisches Lied, das er beim Feiern angestimmt hatte. In einem ungewohnt harschen Ton.

Serbische Siege im Tennis sind nicht selten. Dank Novak Djokovic kommt das eigentlich in den letzten Dekaden ziemlich oft vor. Zuletzt an diesem Wochenende, als Serbien den ersten je ausgeschriebenen ATP-Cup in Australien gewann (Im Finale gegen Spanien). Danach wurde gefeiert und dabei traten alte, schon vergessen geglaubte Mechanismen zu Tage.

Djokovic singt Kriegslied
Irgendjemand stellte eine einminütige Zusammenfassung vom Feiern online. Das Video erregte dann fast sofort die Gemüter. Ein kosovarischer Botschafter war völlig entsetzt, als er die Aufnahmen sah. Denn: im Video sang Djokovic ein serbisches Kriegslied „Mars na Drinu“. Ein Lied, das vielen Kosovaren immer noch schmerzliche Erinnerungen ins Gedächtnis ruft.

Botschafter reagiert scharf
Edon Cana, der besagte Botschafter von Kosovo in Bulgarien, attackierte den „Djoker“ scharf. „Du kannst ATP-Gewinner sein, aber bleibst dennoch ein tief primitiver, rückständiger und einfacher Balkannationalist und Chauvinist!“, schrieb Cana auf Twitter. Er nannte Djokovic „den unbeliebtesten Tennis-Champion der Geschichte“. Andere User äußerten nach Djokovics Feier auch Kritik am Serben.

Vater erklärt Situaton
Papa Djokovic wurde zum Thema interviewt. Srdjan Djokovic sagte dem Belgrader Sender „Prva TV“ gegenüber, sein Sohn hätte keinerlei böswillige Absichten irgendjemandem gegenüber gehabt. „Es ist nichts, wofür man sich schämen müsste, wir lieben unser Volk und unser Land. Aber wir hassen andere Menschen und andere Länder nicht“. Der „Djoker“schweigt und bereitet sich indes auf die Australian Open vor.

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