Umfrage-Hammer

Blauer Absturz: FPÖ erstmals hinter den Grünen

Österreich
14.12.2019 11:17

Fast täglich neuer Ärger mit Heinz-Christian Strache, Wahlniederlagen, Parteispaltung und kein Ende der Probleme in Sicht: Die FPÖ erlebt seit der Ibiza-Affäre ihr blaues Wunder, das sich auch in den Meinungsumfragen widerspiegelt. Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sind die Freiheitlichen nun sogar auf Platz vier abgerutscht und liegen somit erstmals hinter den Grünen.

Der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique Research zufolge ist die FPÖ in der Wählergunst auf 15 Prozent Zustimmung gefallen und belegt damit nur noch den vierten Platz im Parteien-Ranking. Dahinter reihen sich noch die NEOS ein, die einen Prozentpunkt dazugewinnen und bei zehn Prozent halten.

FPÖ-Vorsitzender Norbert Hofer (li.) und FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl (Bild: APA/HANS PUNZ)
FPÖ-Vorsitzender Norbert Hofer (li.) und FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl

Da die Grünen in der Sonntagsfrage im Vergleich zum Vormonat auf 17 Prozent zulegen konnten, zogen sie an den Freiheitlichen vorbei und sind nun Dritte. In unmittelbarer Reichweite der Öko-Partei ist die SPÖ auf Rang zwei. Die krisengebeutelten Roten bauten einen Prozentpunkt auf 18 Prozent ab und haben die Nase nur noch ganz knapp vor den Grünen. Klar an der Spitze liegt mit 39 Prozent Zustimmung weiterhin die ÖVP, die im November noch bei 38 Prozent gelegen war.

Kurz in Kanzlerfrage klar an erster Stelle
In der Kanzlerfrage hält ÖVP-Obmann Sebastian Kurz mit 37 Prozent stabil die erste Stelle. Pamela Rendi-Wagner verliert im Vergleich zum Vormonat deutlich. Meinten im November noch zwölf Prozent der Befragten, sie würden die SPÖ-Chefin direkt zur Kanzlerin wählen, waren es dieses Mal nur noch acht Prozent. FPÖ-Chef Norbert Hofer legt auf zwölf Prozent zu (November: elf), Grünen-Chef Werner Kogler rutscht um einen Prozentpunkt auf neun Prozent ab.

Sebastian Kurz (ÖVP) und Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Sebastian Kurz (ÖVP) und Pamela Rendi-Wagner (SPÖ)

Fast die Hälfte hält Bierlein-Performance für solide
49 Prozent, als knapp die Hälfte der Österreicher, ist der Meinung, dass die Expertenregierung unter Kanzlerin Brigitte Bierlein die Amtsgeschäfte unaufgeregt und solide führt. 38 Prozent der 800 Befragten würden sich hingegen mehr Initiative von der Regierung wünschen.

Brigitte Bierlein (Bild: Reinhard Holl)
Brigitte Bierlein

Sollten die Regierungsverhandlungen zwischen ÖVP und Grünen scheitern, würden 24 Prozent der Österreicher eine Koalition zwischen ÖVP und SPÖ befürworten. 21 Prozent würden sich hingegen eine ÖVP-Minderheitsregierung wünschen und 19 Prozent eine ÖVP-FPÖ-Koalition. 17 Prozent sprachen sich in diesem Fall für Neuwahlen aus.

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