In Araber-Hand?

Saudi-Kronprinz will sich ManUnited krallen!

Paukenschlag in der englischen Premier League: Rekordmeister Manchester United könnte schon in Bälde einen neuen Eigentümer haben - nämlich den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman! In finanzieller Hinsicht wäre ein Engagement des 34-Jährigen, der wohl irgendwann in den kommenden Jahren seinem Vater, König Salman, auf dem Thron von Saudi Arabien nachfolgen wird, zweifellos ein Gewinn für die „Red Devils“, doch der Ruf von „MbS“ ist nicht gerade der Allerbeste …

Immerhin wird dem künftigen Regenten des Wahhabiten-Königreichs eine bedenkliche Nähe zu jenen nachgesagt, die im Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul den Journalisten Jamal Khashoggi bestialisch ermordet und zerstückelt hatten. In Auftrag gegeben oder auch nur davon gewusst haben will „MbS“ jedenfalls nicht von den Taten jenes saudischen Killerkommandos. Ebenso steht der Kronprinz für den von Saudi Arabien gegen die Huthi-Rebellen im Jemen vom Zaun gebrochenen Krieg im Kreuzfeuer seiner Kritiker. Der nach dem Wunsch des damals noch als Verteidigungsminister agierenden Mohammed bin Salman nur für wenige Wochen angesetzte Feldzug steht in seinem fünften Jahr - und ein Ende ist nicht abzusehen.

Und nun soll Manchester United zur nächsten Baustelle des mächtigen Saudi-Prinzen werden. Denn wie „Sun“ und „Mirror“ berichten, könnten demnächst 3,5 Milliarden Euro aus der prall gefüllten Brieftasche von „Mbs“ in Richtung der bisher bei Manchester United den Ton angebenden Glazer-Familie wandern. Die 2005 bei den „Red Devils“ eingestiegenen US-Amerikaner sind bei den Fans des Rekordmeisters alles andere als beliebt, etwa wurde einst aus Protest gegen Glazer sogar der Alternativ-Klub FC United of Manchester gegründet. Offiziell heißt es zwar Stand jetzt, dass die Glazer-Familie weiterhin an einem langfristigen Verbleib bei Manchester United interessiert sei, aber zumindest bei 13-Prozent-Miteigentümer Kevin Glazer gilt es als sicher, dass er verkaufen will.

Kurios:Sollte der Einstieg bei bzw. die Übernahme von Manchester United für Mohammed bin Salman durchgehen, würde Manchester fußballerisch eine zutiefst „arabische Schlagseite“ bekommen. Denn auch Stadtrivale Manchester City erfreut sich bekanntlich seit 2008 massiver finanzieller Unterstützung aus dem Nahen Osten, konkret aus dem Emirat Abu Dhabi. Die Erfolgsbilanz seit damals: vier Meistertitel in der Premier League, drei Mal Gewinn des Community Shield, zwei Titel im FA-Cup und vier Mal Gewinn des EFL- Cup …

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Mittwoch, 30. September 2020
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