15.10.2019 12:01 |

Radsport

Zeitfahr-Spezialist Hirschbichler hat Blut geleckt

2018 sollte das Jahr des Weißbachers Johannes Hirschbichler werden. Ein schwerer Sturz beim Trainingslager in Spanien machte jedoch alle Hoffnungen zunichte. Nun will der 26-Jährige mit zwei Jahren Verspätung erneut nach den Sternen greifen.

Am letzten Freitag wurde Johannes Hirschbichler im Krankenhaus in Zell am See jene Platte aus der rechten Schulter entfernt, die ihm nach seinem Schlüsselbeinbruch im Februar 2018 implantiert worden war. „Damit bin ich auch die letzte Erinnerung an meinen schweren Sturz los“, freut sich das 26-jährige Rad-Ass. Ein Sturz, der den Weißbacher nicht nur körperlich, sondern auch psychisch hart getroffen hatte und um die Chance brachte, sich beim Continental-Team Vorarlberg Santic zu beweisen.

Dennoch gab der Pinzgauer nicht auf und kämpfte sich 2019 mit Top-Leistungen beim Elite-Radteam Tirol zurück ins Rampenlicht. „Platz drei bei der Zeitfahr-Staatsmeisterschaft war vom Ergebnis her das Highlight“, blickt „Hirschi“ zurück. „Aus emotionaler Sicht war es aber die Teilnahme bei der Zeitfahr-EM.“ Ergebnisse und Erlebnisse, die beflügelten. „Ich habe Blut geleckt, will mich in allen Bereichen weiter verbessern und es noch einmal als Profi versuchen“, strebt Hirschbichler, der zuletzt 25 Stunden pro Woche neben seiner Karriere bei Martin’s Bikeshop in Unken arbeitete, die Rückkehr zu einem Conti-Team an. „Ich bin auf einige Teams zugegangen, bislang ist aber noch nichts wirklich Spruchreifes dabei herausgekommen.“

Ein ambitioniertes Ziel, wie auch Hirschbichlers Teamchef beim Radteam Tirol, Rupert Hödlmoser, weiß. „Johannes ist physisch zwar sehr stark, aber mit 26 Jahren nicht mehr der Allerjüngste“, sagt der St. Gilgener . Darum scheint auch ein Verbleib beim Radteam Tirol eine mögliche Option. „Ich möchte auf jeden Fall all in gehen und mich noch professioneller auf die kommende Saison vorbereiten“, erklärt Hirschbichler. „Dafür bräuchte ich aber separate Sponsoren.“ Eine Entscheidung, wie es beim Zeitfahr-Ass weitergeht, muss bis Anfang November fallen. „Bis dahin sollte ich ohnehin die Schulter noch schonen“, lächelt der Pinzgauer.

Peter Weihs
Peter Weihs
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