07.10.2019 06:00 |

Anstieg im Großhandel

Strom wurde bis 54 Prozent teurer

Private Verbraucher und Betriebe zahlen aktuell um rund 220 Millionen Euro mehr für Strom als vor einem Jahr, rechnet die Energieagentur vor. Pro Haushalt macht das je nach Versorger 17 Euro bis 126 Prozent Mehrkosten aus, weil die Tarife zwischen fünf Prozent und 54 Prozent angehoben wurden. Die Gründe liegen beim Strom-Markt.

Einerseits wurde Strom auf den europäischen Börsen um 22 Prozent teurer, das bestimmt auch die Inlandspreise. Die heimischen Versorger haben daher in Summe 65 Tariferhöhungen um bis zu 54 Prozent durchgeführt.

Zweiter Faktor ist, dass seit 1. Oktober 2018 der österreichische vom deutschen Strommarkt faktisch getrennt wurde. Vorher haben wir sehr vom extrem niedrigen Preisniveau im Nachbarland mitprofitiert, welches dort wegen des zeitweisen Überangebots an Wind- und Sonnenstrom entsteht. Auf Druck einiger EU-Staaten wurde diese gemeinsame Strom-Zone aufgelöst, nun können etwa Frankreich und Benelux-Staaten auch günstiger zukaufen.

Die Auswirkung für Österreich ist bisher etwas negativer als erwartet, so Energieagentur-Expertin Karina Knaus. „Strom ist jetzt im Schnitt um acht Prozent teurer als in Deutschland. Das bedeutet Mehrkosten von rund 220 Millionen Euro im Jahr.“

Kronen Zeitung

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