02.10.2019 15:00 |

Einfache Maßnahmen

Plötzlichen Kindstod vermeiden!

Ganz gesund, und plötzlich ist das Baby tot! SIDS (Sudden Infant Death Syndrome) ist eine schreckliche Tragödie, die allerdings zum Großteil verhindert werden könnte, indem man bekannte Risiken reduziert.

1988 - vor Einführung der Kampagnen zur sicheren Schlafumgebung - starben in Österreich 149 Säuglinge am plötzlichen Kindstod. Heute sind viel weniger Familien betroffen, dennoch mussten im Jahr 2018 immer noch acht Eltern diese schreckliche Erfahrung machen. Solche Tragödien wären allerdings meist zu verhindern.

„Studien weisen bei SIDS (Sudden Infant Death Syndrome) auf ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren hin. Vermeiden Eltern die bekannten Risikofaktoren in der Umgebung ihres Säuglings, lässt sich das Risiko beinahe auf Null verringern“, erklärt Dr. Werner Sauseng, Leiter der AG Schlafmedizin der Österrreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ). Bettzeug und Kissen u.Ä. müssen aus dem Bettchen verschwinden, da sich das Kind darin leicht verheddern, sich nicht mehr selbstständig befreien und ersticken kann. Weiche Matratzen bergen die Gefahr, dass das Baby mit dem Gesicht darin versinkt und nicht mehr richtig atmen kann. „Verzichten Eltern auf das Rauchen, schließen sie einen weiteren Risikofaktor aus. Denn Babys, die im Mutterleib und/oder nach der Geburt Zigarettenrauch ausgesetzt waren, haben eine erhöhte Gefahr. Auf der anderen Seite weisen Säuglinge, die gestillt werden, ein relativ geringes SIDS-Risiko auf“, ergänzt Dr. Sauseng, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde in Kumberg. Er rät deshalb zu folgenden Maßnahmen:

  • Baby auf dem Rücken im passenden Schlafsack schlafen lassen, im Zimmer der Eltern, aber im eigenen Bett.
  • Vermeiden Sie jegliche Nikotinbelastung!
  • Feste, luftdurchlässige Matratze wählen. Kein Kopfpolster, keine Stofftiere!
  • Raumtemperatur von 18-20 Grad einstellen, um Überhitzung zu vermeiden.
  • Stillen, wenn möglich, sechs Monate!
  • Eventuell kann ein Schnuller vorbeugend wirken.
  • Besondere Aufmerksamkeit ist bei Erkältungen geboten, da diese das Atmen erschweren.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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