29.09.2019 06:00 |

Zahlen und Fakten

Wahl-ABC: „Herzerln“ auf dem Stimmzettel erlaubt

Warum heißt es die „Elefantenrunde“? Was ist eine kalte Progression? Und darf man in der Wahlkabine heute Fotos schießen? Fragen über Fragen - wir lösen sie auf - im Wahl-ABC. Mit spannenden Zahlen und Fakten.

Alter: Wer spätestens heute seinen 16. Geburtstag feiert, darf noch zur Wahl.

Briefwahl: Wird immer beliebter. 889.193 Wahlkarten waren es zuletzt vor zwei Jahren. Diesmal wurde sogar die Schallmauer von einer Million geknackt. Insgesamt wurden laut Innenministerium 1,070.933 Wahlkarten ausgestellt.

CO2: Die Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff war eines der heißesten Themen im Wahlkampf.

Dirty Campaigning: Steht für die Schmutzkübelkampagnen, die mittlerweile zum Politik-Alltag gehören.

Elefantenrunde: So nennt man TV-Diskussionen mit allen Parteichefs. Der Ausdruck Elefant soll die „Gewichtigkeit“ der Person unterstreichen.

Fotos von der Stimmabgabe sind per se nicht verboten. Der Staat überlässt es jedem selbst, ob er sein Wahlgeheimnis bewahrt.

Große Koalition: So hieß die Regierung von ÖVP und SPÖ.

Hochrechnung: Um 17 Uhr wird das erste Zwischenresultat präsentiert.

Ibiza: Eine spanische Inselgruppe, wo offenbar auch österreichische Politiker gerne feiern.

Jubiläum feiern dürfen die Frauen: Seit 100 Jahren gibt es das Frauenwahlrecht.

Kalte Progression: die „schleichende“ Steuererhöhung. Das heißt: Wenn die Löhne zwar erhöht werden, um die Inflation abzudecken - dadurch aber auch die Steuersätze steigen.

Legislaturperiode: Fünf Jahre Amtszeit sind für eine Bundesregierung in Österreich vorgesehen. Das ging zuletzt zweimal schief.

Misstrauensantrag: Ohne Angaben von Gründen kann der Nationalrat einem Minister oder der Regierung das Vertrauen entziehen. So wurde am 27. Mai das Kabinett Kurz entlassen.

Nichtwähler: Mehr als 1,28 Millionen Österreicher verzichteten 2017 auf die Wahl - das ist jeder fünfte Wahlberechtigte.

Obergrenze: Personen und Firmen dürfen jetzt noch maximal 7500 Euro pro Jahr an eine Partei spenden.

Parlament: Das Gebäude wird saniert. Bis 2020 tagt man in der Hofburg.

Qual der Wahl: Acht Parteien stehen am Sonntag österreichweit am Zettel.

Redezeit: Werner Kogler stellte 2010 mit einer fast 13-stündigen Ansprache im Parlament den Allzeitrekord auf. Sein Schlusssatz: „Das ist eigentlich schon alles, was ich sagen wollte.“

Staatskanzler: So hieß das Amt noch bis 1945.

Transparenzgesetz: Parteien müssen Spenden über 2500 Euro bekannt geben.

Unterschriften: 2600 Stück braucht man, wenn man als Gruppe/Partei bei der Wahl antreten möchte.

Vorzugsstimme: Bis zu drei Kandidaten kann man auf dem Zettel ein X geben. Sie müssen derselben Partei gehören, die man wählt.

Wilde Abgeordnete: sind jene Mandatare, die aus einem Klub austreten oder rausfliegen. 2018 traf es je einen Nationalrat von Liste JETZT und ÖVP.

X: Mit einem Kreuzerl wählt man seine Partei. Es sind aber auch Hakerln oder Herzerln erlaubt.

Zeit: Im Schnitt dauert es 60 Tage, bis eine Koalition feststeht.

Christian Rosenzopf, Kronen Zeitung

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