07.09.2019 17:00 |

Mountainbike

Die Reifeprüfung des Bike-Wunderkinds

Mit einem Paukenschlag verabschiedete sich Valentina Höll am Samstag beim letzten Weltcuprennen der Saison in Snowshoe (US) nach zwei unglaublich erfolgreichen Jahren aus der Juniorenklasse. Bei ihrem 15. Weltcupstart sicherte sich die 17-jährige Saalbacherin ihren 13. Sieg. Ihr Vorsprung: erneut fast zwölf Sekunden.

Auch bei ihrem letzten Auftritt im Junioren-Bereich unterstrich die 17-jährige Saalbacherin Valentina Höll einmal mehr, dass sie bereit ist sich ab der Saison 2020 mit den Elite-Damen zu messen. Mit einer Zeit von 3:46,865 Minuten distanzierte sie in der Juniorenwertung nicht nur die zweitplatzierte Anna Newkirk um fast 12 Sekunden. Hölls Zeit hätte auch in der Elite-Klasse für das Podium der Top-5 gereicht. Auf Siegerin Marine Cabirou fehlten ihr 3,8 Sekunden, auf die drittplatzierte Südtirolerin Veronika Widmann nur 0,3 Sekunden. „Natürlich war es das große Ziel noch einmal in meinem letzten Juniorinnen-Rennen zu gewinnen“, erklärte Höll. „Allerdings wollte ich auch nicht zu viel Risikio nehmen. Wir sind hier irgendwo im nirgendwo und das nächste Krankenhaus ist vier Stunden entfernt.“

Die Bilanz vonHöll im Juniorenbereich liest sich unglaublich: Bei 15 Weltcupstarts in den vergangenen zwei Saisonen feierte die Saalbacherin 13 Siege, landete zweimal auf Rang zwei. Einmal musste sie sich nach einem Sturz geschlagen geben, in Val di Sole (It) lag sie nach einem generell durchwachsenen Wochenende eine Sekunde hinter Siegerin Mille Johnset (Nor).

Mit einer weißen Weste kann das „Austrian Bike Wunderkind“ dagegen bei Weltmeisterschaften und in den Weltcup-Seeding Runs (Qualifikation) aufwarten. Sowohl bei der WM 2018 in Lenzerheide (Sz), als auch zuletzt bei den Titelkämpfen in Mont-Sainte-Anne (Kan) war sie für die Konkurrenz uneinholbar, holte zweimal das Regenbogentrikot der Juniorenweltmeisterin. In den 15 Seeding Runs, in denen sie im Weltcup startete, war sie stehts die Schnellste - distanzierte die Konkurrenz im Durchschnitt um fast 14 Sekunden.

Während sie die Matura am Sportgymnasium Saalfelden erst im kommenden Frühsommer absolvieren wird, hat Höll ihre Reifeprüfung im Downhill-Weltcup schon eindrucksvoll bestanden. Ob sie bereits im kommenden erste Elite-Jahr an ihre grandiosen Erfolge aus dem Juniorenbereich anknüpfen kann, ist offen. Das Potenzial, dass sie vom ersten Rennen weg um Podiumsplätze kämpfen kann, steht allerdings komplett außer Frage.

Peter Weihs
Peter Weihs
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