08.08.2019 16:45 |

Mit Akku-Fehlermeldung

Apple schikaniert freie iPhone-Reparaturanbieter

Der US-Computerkonzern Apple legt externen Reparaturwerkstätten und Bastlern, die ohne Apples Segen iPhone-Akkus tauschen, mit einer Software-Schikane Steine in den Weg. Akkus des iPhone XS, XS Max oder XR werden offenbar beim Einbau in der Fabrik mit dem Gerät verknüpft, damit sie später nur Apple-Partner problemlos tauschen können. Tauscht eine nicht lizenzierte Werkstätte oder ein Bastler den Akku aus, spuckt das iPhone eine Fehlermeldung aus - selbst, wenn der Akku tadellos funktioniert.

Das berichtet das IT-Magazin „Mashable“ unter Berufung auf den Reparaturspezialisten iFixit. Demnach liefern die iPhones beim inoffiziellen Akkutausch eine „Service“-Fehlermeldung in den Akku-Einstellungen. Zusätzlich erhält der Nutzer eine „wichtige Akku-Benachrichtigung“, in der es heißt, dass nicht verifiziert werden könne, ob es sich um einen echten Apple-Akku handle - selbst, wenn der Drittanbieter oder Bastler genau einen solchen eingebaut hat.

Abgesehen von der unter iOS 12 und iOS 13 (Beta) auftauchenden Fehlermeldung beeinträchtigt der inoffizielle Einbau eines neuen iPhone-Akkus die Funktionstüchtigkeit des Geräts in keiner Weise. Reparaturdienstleister sehen in der Fehlermeldung deshalb eine Schikane und „kundenfeindliches Verhalten“, das offenbar mit dem Ziel an den Tag gelegt wird, iPhone-Besitzer in offizielle Werkstätten zu lotsen, wo der Akkutausch womöglich teurer ist als beim Drittanbieter.

Bei iFixit regt man angesichts der Schikanen gegen inoffizielle Werkstätten ein gesetzliches Recht auf Reparatur an, das Unternehmen wie Apple dazu zwingen würde, es iPhone-Käufern einfacher zu machen, ihre Geräte selbst oder bei einer Werkstatt ihrer Wahl reparieren oder warten zu lassen.

 krone.at
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