01.07.2004 16:31 |

"Ich kann nicht"

Hitzfeld wird nicht DFB-Trainer!

Eine Woche nach dem Rücktritt von Rudi Völler als Teamchef der Fußball-Nationalmannschaft hat Ottmar Hitzfeld das Bundestrainer-Angebot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) abgelehnt. "Diese Entscheidung ist mir sehr, sehr schwer gefallen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des 55-jährigen Fußball- Lehrers mit dem DFB. "Aber ich bin derzeit nicht in der Verfassung, die nötig ist, der deutschen Nationalmannschaft bis zur WM 2006 weiter zu helfen - so, wie ich das unbedingt für nötig halte", sagte Hitzfeld.
Er bedankte sich für das "mir entgegengebrachte Vertrauen". Mit DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder"habe ich ein gutes Gespräch geführt, und wir hattenEinigkeit in allen wesentlichen Punkten erzielt". Mayer-Vorfeldererklärte: "Ich bedauere die Entscheidung von Ottmar Hitzfeld,aber ich habe sie zu respektieren. Über die neue Situationund die Namen möglicher Kandidaten für das Bundestrainer-Amt wird im DFB-Präsidium am Montag zu beraten sein."
 
Völler nach EM-Aus zurück getreten
Völler hatte einen Tag nach dem Ausscheidender Nationalmannschaft bei der Fußball-EM in Portugal erklärt:"Ich hatte das Gefühl, dass die Weltmeisterschaft 2006 imeigenen Land nur jemand machen kann, der unbefleckt ist und dereinen gewissen Kredit hat."
 
Kritik an DFB-Präsident
Die Absage stürzt den DFB in ein Dilemma. Bereitsam 18. August bestreitet die DFB-Auswahl ihr nächstes Länderspielin Wien gegen Österreich. Vor einem großen Problemsteht auch Mayer-Vorfelder, der die Suche nach dem Völler-Nachfolgerzunächst zur "Chefsache" erklärt hatte und mit seinemVorgehen heftige Kritik im DFB auf sich gezogen hatte.
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