25.07.2019 11:15 |

Beachvolleyball

Hörl überrascht in Tokio gegen Weltstars

Zuerst meisterte der Saalfeldener Julian Hörl mit Partner Tobi Winter (NÖ) souverän die Quali für das 4*-World Tour-Turnier in Tokio (Jp), ehe das Duo auch in der Gruppenphase gegen die ganz Großen überraschte. Die „Krone“ sprach mit dem Salzburger Beach-Ass am Rande der Olympiageneralprobe.

„Wir spielen aktuell richtig gutes Volleyball“, war Julian Hörl hörbar happy, als ihn die „Krone“ am Donnerstag am Rande des 4*-Stern World Tour-Turniers in Tokio (Jp) am Telefon erreichte. „Schon unser Auftritt in der Quali war wirklich stark“, freute sich der Saalfeldener. Nachdem er gemeinsam mit Tobi Winter (NÖ) in der ersten Quali-Runde die Japaner Tsuchiya/Mirakami in 35 Minuten glatt mit 21:17 und 21:14 eliminiert hatte, ging es gegen die brasilianischen Altmeister Pedro Solberg/Vitor Felipe um den Einzug in die Gruppenphase.

Auch dort begeisterten die beiden Österreicher mit richtig starken Szenen und setzten sich am Ende nach 38 Minuten verdient mit 21:16 und 22:20 durch. „Ich weiß gar nicht, wann Pedro zum letzten Mal die Quali für ein Turnier verpasst hat“, erzählte Hörl. „Der war richtig angefressen, dass er gegen uns rausgeflogen ist.“

In der Gruppenphase des Olympia-Testturniers dann zuerst der Schock: „Als ich die Auslosung gesehen habe, war ich gar nicht glücklich“, gestand Hörl. „Die Norweger Mol/Sorum sind aktuell das Maß aller Dinge. Die haben nur bei der WM unglüklich im Halbfinale verloren, gewinnen aber ansonsten eigentlich alles.“ Nicht der einzige harte Brocken in Pool A. „Phil Dalhausser ist für mich ‘The greatest of all times‘ in unserer Sportart“, sagte der 27-Jährige über 2,05 Meter-US-Boy, der mit Nicolas Lucena spielt.

Trotz der scheinbar übermächtigen Gegner ließen sich Hörl/Winter nicht die Schneid abkaufen. Zwar unterlag das Duo gegen Mol/Sorum nach 32 Minuten mit 17:21 und 16:21, aber: „Wir konnten uns auch hier richtig gut verkaufen und haben gesehen, dass wir mit den Allerbesten mitspielen können“, wusste Hörl. Das unterstrich die rot-weiß-rote Paarung dann auch im zweiten Gruppenspiel gegen Dallhauser/Lucena. So wurde der erste Satz sogar mit 21:19 gegen den Olympiasieger von 2008 und seinen Partner gewonnen. Auch wenn die Sätze zwei und drei mit 15:21 und 11:15 verloren gingen, war Hörl zufrieden: „Wir merken, dass nicht viel fehlt. Spiele gegen die weltbesten Teams bringen uns mehr als Siege gegen schwächere Duos.“

Trotz der zwei Niederlagen lebt die Chance auf den Aufstieg weiter. Im dritten Gruppenspiel wartet mit Brunner/Pridy am Freitag (3.40 MESZ) erneut ein US-Duo. „Die sind sicherlich nicht so stark wie die anderen beiden Gegner“, weiß Hörl. „Bill Priddy ist zwar schon 42, aber er hat 2008 Olympiagold in der Halle geholt und möchte das jetzt auch im Sand schaffen.“ Gelingt dem Saalfeldener und seinem Partner allerdings eine erneut starke Leistung, scheint ein Weiterkommen durchaus möglich.

Peter Weihs
Peter Weihs
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